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Provisorischer Kita-Container soll ans Rathaus

Kitaplätze fehlen

Kindergartenplätze sind nach wie vor Mangelware. Für U3-Kinder fehlen aktuelle 100 Plätze. Jetzt will die Stadt erst einmal mit einem Kita-Container, der am Rathaus aufgestellt werden soll, für Entspannung sorgen.

Castrop-Rauxel

, 24.02.2018
Provisorischer Kita-Container soll ans Rathaus

Vor dem Rathaus, neben ihm oder hinter ihm: Mit einem Kita-Container am Stadtmittelpunkt will die Stadt den dringendsten Bedarf an Betreuungsplätzen decken, bis notwendige Neubauten fertig sind. © RN-Foto Engel

Das hat es noch nie gegeben, zeugt aber von Kreativität: Um die Platznot in den Kindergärten kurzfristig zu lindern, soll es eine „temporäre Kita“ am Rathaus geben, die noch in diesem Jahr an den Start gehen soll. In der Kita, die in Container-Bauweise errichtet wird, sind 14 U-3-Plätze und 62 Ü-3-Plätze vorgesehen. Betreiber wird der evangelische Kirchenkreis sein. Perspektivisch ist der Übergang in eine dauerhafte Einrichtung am Evangelischen Krankenhaus geplant. An der Grutholzallee sollen dann 23 U-3-Plätze und 62 Ü-3-Plätze geschaffen werden. Mit diesem Plan und vielen Daten und Fakten geht die Verwaltung in die Sitzung des Jugendhilfeausschusses am Donnerstag, 8. März, um 17 Uhr im Dieze an der Erinstraße 6. Wo genau die Kita am Rathaus positioniert werden soll, konnten wir am Freitag bei der Stadt leider nicht mehr klären.

Versorgungsquote muss erreicht werden

Nur soviel zu den Zahlen: Zur Erfüllung der angestrebten U3-Versorgungsquote von 42 Prozent für unter dreijährige Kinder fehlen im Kindergartenjahr 2018/19 rund 100 Plätze. Derzeit erreicht unsere Stadt hier eine Quote von 36 Prozent. Und dies, obwohl seit 2008 das Platzangebot für U3-Kinder von 240 auf 540 Plätze im Kita-Bereich mehr als verdoppelt wurde und weitere 130 Plätze in der Kindertagespflege für U3-Kinder zur Verfügung stehen. Bevölkerungsentwicklung, der ständig wachsende Bedarf an U3-Betreuung und die Zuwanderung spielen hier die tragenden Rollen.

220 Plätze müssen bis 2020/21 her


Um eine Bedarfsdeckung von 100 Prozent bei den über dreijährigen Kindern zu erreichen, müssen zum heutigen Stand bis 2020/21 insgesamt 220 neue Plätze geschaffen werden. Dazu müssen in den bestehenden Einrichtungen die gesetzlichen Vorgaben zu einer befristeten Platzzahlerhöhung weiter ausgeschöpft werden. Eine verwaltungsintern gegründete Arbeitsgruppe Kitaausbau hat auf ihrer Agenda auch festgeschrieben, dass neue Kitas in möglichst großen Einheiten mit bis zu vier oder fünf Gruppen geplant werden. Um Flächen besser auszunutzen, kann auch zweigeschossig gebaut werden. Weiter wird geschaut, ob Immobilien Dritter genutzt werden können. Und im gesamten Stadtgebiet wird weiter nach Grundstücken für eine Kita gesucht. Dabei bevorzugt die Stadt die Zusammenarbeit mit Investoren – wie etwa bei der neuen Kita in Henrichenburg geschehen.

Neue Standorte sind im Fokus

Neben der Container-Kita am Rathaus soll es an zwei weiteren Standorten neue Kitas geben. Eine neue Einrichtung an der Pallasstraße mit fünf Gruppen, in der 2019/20 20 U3-Plätze und 76 Ü3-Plätze geschaffen werden, soll in Trägerschaft der Stadt laufen. Auf dem Gelände der ehemaligen Harkortschule in Merklinde soll ebenfalls 2019 eine Kita an den Start gehen. Zunächst geplant sind zwei Gruppen für Kinder von drei bis sechs Jahren. Unterm Strich sind das 44 neue Plätze. Hier soll ein freier Träger zum Zug kommen.

Und die schon für 2016 geplante neue Kita am Meisenweg in Ickern? Da laufen noch Gespräche. An den Start gehen soll sie 2019. Mit ziemlicher Verspätung.

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