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Positiver Trend auch für JVA-Insassen gut

Arbeitslosenzahlen März 2018

Weniger Arbeitslose als im Vergleichsmonat des Vorjahres und auch insgesamt eine rückläufige Zahl der Beschäftigungslosen im Vergleich zum Vormonat. Die aktuellen Zahlen der Agentur für Arbeit in Castrop-Rauxel sind erfreulich. Und auch JVA-Insassen können von diesem Positivtrend profitieren.

Castrop-Rauxel

, 01.04.2018
Positiver Trend auch für JVA-Insassen gut

© picture alliance / dpa

Die Arbeitslosenzahlen sind im März rückläufig. „Das ist eine erfreuliche Entwicklung, besonders wenn man die Zahlen mit dem Vorjahr vergleicht“, sagt Stefan Bunse, Geschäftsstellenleiter der Agentur für Arbeit. Der Rückgang sei zwar zu erwarten gewesen, weil mit Frühlingsbeginn auch die Saisonarbeit den Markt wieder belebe – also Arbeiter auf dem Bau und in der Landwirtschaft gesucht werden. Es unterstreiche aber den positiven Gesamttrend. In absoluten Zahlen heißt das: Im März waren 3570 Menschen in Castrop-Rauxel arbeitslos. Das sind 416 weniger als im Vorjahr. Damit lag die Arbeitslosenquote im März bei 9,3 Prozent, 2016 waren es noch 10,5 Prozent.

Neustart nach der Haft

Auch für die Häftlinge der JVA Meisenhof sind das gute Nachrichten. Der Trend verbessert ihre Möglichkeiten nach der Haft oder im offenen Vollzug, eine Arbeitsstelle auf dem freien Markt zu finden. „Ein wichtiger Schritt zur Resozialisierung“, sagt Christian Potthast, Berater der Arbeitsagentur. Seit drei Jahren betreut er die Insassen der JVA. Der Weg zurück in ein Leben außerhalb des Gefängnisses werde erleichtert, wenn berufliche Möglichkeiten bereits vor der Entlassung geschaffen werden. Im Vollzug arbeiten die Häftlinge zwar, etwa in den Werkstätten der JVA, aber auch eine Beschäftigung auf dem freien Markt ist möglich – unter gewissen Voraussetzungen: „Die JVA muss eine Genehmigung erteilen“, so Potthast. Dann kann der Insasse auch außerhalb des Meisenhofs einer Beschäftigung nachgehen oder sich mit einem Bildungsgutschein weiterqualifizieren. „Erst kürzlich hatte ich einen Kunden, der nach einer sechsmonatigen Weiterbildung im Lagerwesen eine Stelle bei einem ortsansässigen Unternehmen gefunden hat“, sagt Potthast. Von 68 Menschen, die die JVA 2017 zu Potthast geschickt hat, sind 28 in beruflichen Qualifizierungen vermittelt worden. 11 Insassen konnten eine Arbeit außerhalb der Vollzugsanstalt finden.

Positiver Trend auch für JVA-Insassen gut

Für Potthast ist die Arbeit nicht nur wegen seiner Kunden immer wieder eine Herrausforderung. Denn entgegen der normalen Arbeit können die Insassen vom Meisenhof auch von außerhalb der Stadt kommen und nach Ende der Haft zurück in die Heimatstadt ziehen. „Wir haben also auch Pendler in unserem Programm“, so Potthast. So habe er auch einen Mann betreut, der zunächst in Wesel eine Weiterbildung absolvierte und danach eine Arbeitsstelle dort fand. „Wenn die Haftbedingungen es zulassen, ist also vieles möglich“, sagt Potthast. Einziges Limit: Nach maximal 15 Stunden müssen die Insassen wieder im Meisenhof erscheinen. 

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