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Empörung über Verwüstung des Waldbodens im Langeloh

OBERCASTROP Mit leichten Laufschuhen ist Udo Förster im Langeloh nicht gut bedient. Der Marathonläufer, der seit 20 Jahren täglich seine Runden durch den südlichen Zipfel der Stadt und durch das Wäldchen dreht, brauchte nun derbe Gummistiefel. So schlimm ist die Verwüstung des Bodens.

von Von Gabriele Regener

, 07.10.2008
Empörung über Verwüstung des Waldbodens im Langeloh

Udo Behrenspöhler von der SPD besichtigt Flurschäden im Langeloh.

Knietief sind die Furchen, die die schweren Maschinen einer holländischen Firma in den Waldboden gezogen haben. Regen hat die Fläche überdies in eine Schlammwüste verwandelt. „Gestern bin ich drei Mal ausgerutscht und gestürzt“, berichtet der Sportler. „Ohne Vorankündigung hat der RVR in den letzten Tagen Baumstämme aus dem Wald transportieren lassen, die im August und September gefällt worden waren“, erklärt Udo Behrenspöhler von der SPD-Obercastrop. Wie der Ortsvereinsvorsitzende Daniel Molloisch, der bereits am Montagabend Alarm schlug, empört sich Behrenspöhler über die destruktive Art und Weise der Arbeiten.

„Erst vor rund zwei Jahren wurde der Wanderparkplatz an der Bochumer Straße, neben dem Hotel Daun, mit EU-Mitteln angelegt. Als Anreiz für Wanderer, die heimische Natur zu genießen. Und jetzt? „Die Menschen sind mindestens ein halbes bis zu einem dreiviertel Jahr ausgesperrt“, schimpft Behrenspöhler und macht den RVR als Waldeigentümer als den Verantwortlichen aus. Natürlich müsse ein Wald gepflegt werden, müssen Bäume geschlagen und abtransportiert werden. Aber bitte mit Rückepferden! Diese Methode, die durchaus noch üblich sei, wäre schonend gewesen und hätte den Waldboden nicht so durchpflügt wie die extrem hohen und breiten Reifen der eingesetzten Maschine.

Und wenn es an leibhaftigen Pferdestärken gemangelt hätte, wäre es für Behrenspöhler keine Frage gewesen, den Weg vor dem Einsatz der Maschinen vorzubereiten. Mit Schotter. Eine Auflage von 30 Zentimetern hätte viel Schaden verhindert und wäre nach dem Maschineneinsatz schnell zu beseitigen gewesen. Jetzt aber müssten weitere Maschinen her und den Boden wieder ebnen. Eine teure Aktion, die angesichts der kommenden feuchten und kalten Wintermonate vermutlich auch noch eine Weile auf sich warten lässt. Nicht warten will die SPD dagegen mit der Thematisierung der zerstörten Waldwege in ihrer Teilfraktionssitzung in der nächsten Woche und im Umweltausschuss, der in der Woche darauf tagt. Im Langeloh gehören Gummistiefel in der nächsten Zeit zur Grundausstattung.

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