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Ein «gewagtes» Haus

schwerin Wohnst du noch oder lebst du schon? Beim landesweiten Tag der Architektur zeigten jetzt gleich zwei Neubauten in Castrop-Rauxel, was Wohnkultur ist.

17.06.2007

Dem Aufruf der Architektenkammer NRW folgte neben der neuen Waldschule in Rauxel auch die Schweriner Familie Wixforth, die den interessierten Besuchern buchstäblich die Türe zu ihrem Wohnzimmer öffnete.

Schon von außen ist das Zweifamilienhaus an der Westhofenstraße ein Hingucker, der die Aufmerksamkeit der Passanten auf sich zieht. Für die Hanglage entwickelte die Architektin Astrid Stadtmüller zusammen mit der Familie Wixforth das Konzept für ein massives Sockelgeschoss aus Beton, das ein Holzrahmenbau ergänzt.

Das Spiel mit verschiedenen Materialien beim Außenbau setzt sich auch bei der Innengestaltung fort. Überhaupt steckt das Haus der Wixforths im positiven Sinn voller Gegensätze. Denn hinter den Mauern des futuristisch anmutenden Baus steckt Ökologie pur. «Wir heizen mit einer Holzpellet-Zentralheizung und sammeln Regenwasser in einem zehn Quafratmeter großen Tank», so Hausherr Achim Wixforth. Die Familie ist so zum größten Teil unabhängig von externen Versorgern. «Nur unseren Strom stellen wir noch nicht selber her», scherzt Wixforth.

Das außergewöhnliche Haus lockte am Samstag eine immense Besucherzahl an. Architekten und andere Kenner des Faches staunten ebenso wie Bauinteressierte. So kam auch Gaby Fehring zur Besichtigung, um sich Anregungen für ihren eigenen Mehrgenerationen-Neubau zu holen. Bei den Wixforths leben drei Generationen unter einem Dach.

Achim Wixforth hat den samstäglichen Eingriff in seine Privatsphäre in Kauf genommen, um künftige Bauherren zu ermutigen, «kreativer zu sein, auch mal was zu wagen.» Ein Lieblingszimmer im Haus habe er übrigens nicht. Er möge aber besonders die warme Farbgestaltung im Haus. mit

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