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«Die Köpfe heiß diskutiert»

Fraktionsspitzen stehen türkisch-islamischem Kulturzentrum positiv gegenüber

01.06.2007

Diese Ängste hat die Politik aufgenommen, die in den Plänen der Ditib-Gemeinden eine Chance für gelebte Demokratie und Integration sieht. Der Bürgermeister hat seit Bekanntwerden der Pläne zur Errichtung des Kulturzentrums (RN berichteten exklusiv) keinen Zweifel daran gelassen, dass dieses Projekt seine Zustimmung hat. Nachfolgend die Stimmen der Fraktionsspitzen nach der Gesprächsrunde am Donnerstag (RN berichteten gestern). Hilmar Claus , Fraktionsvorsitzender der CDU: Wir haben das Thema, nachdem wir es aus der Presse erfahren haben, zunächst nur im Fraktionsvorstand besprochen. Wir werden das weiter beraten. Die Vorstellung der Pläne war sehr überzeugend und offen. Ich fand den Bau architektonisch ansprechend, natürlich haben uns viele Anfragen erreicht, ich habe den Vorschlag gemacht, im Rat offen darüber zu sprechen und offen mit dem Thema umzugehen. Burkhard Kapteinat , Fraktionschef der SPD: Wir stehen den Plänen grundsätzlich positiv gegenüber. Wenn unsere muslimischen Mitbürger in die Mitte rücken, können wir größeren Anteil nehmen. Es gibt einen Anspruch darauf, dass andere Religionen ihre Kultur und Religion in unserer Stadt leben können. Wir werden das positiv begleiten. Natürlich gibt es noch eine Reihe von Detailfragen - auch die Standortfrage. Jürgen Adler , Ratsmitglied der FDP: Wir brauchen gar nicht lange zu diskutieren, im Grundgesetz der Bundesrepublik sind die Rechte aller Bürger verankert. Die Religionsfreiheit gehört genauso dazu wie das Diskriminierungsverbot. Notburga Henke von den Grünen: Wir müssen gucken, wie das in unsere Stadt passt. Ich sehe in dem Kulturzentrum eine gute Basis, um offen über Integrationsmöglichkeiten zu sprechen, die Integration voranzutreiben und eine Plattform zu etablieren, dass sich der Islam darstellt. Ich find's gut. Hermann-Josef Bohle von der FWI: Wir haben uns die Köpfe heiß diskutiert. Vor der interfraktionellen Sitzung mit den Ditib-Vertretern gab es eine Menge Info-Bedarf, der ist jetzt zum Teil gedeckt. Wir würden uns wünschen, dass sich die Gemeinden auch für die Öffentlichkeit öffnen und dass auf Deutsch gepredigt würde.

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