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Der englische Patient

Castrop Dank Castrop sieht man besser! Neil Cardus kam aus England hierher, um sich zum Ausgleich seiner starken Kurzsichtigkeit spezielle Linsen implantieren zu lassen. Nach zwei Operationen reist er nun wieder ab. Er war der erste englische Patient der Augenklinik Hoffmann am Münsterplatz.

25.06.2007

«Der Eingriff ist hier viel günstiger und geht hier viel schneller als in England», erzählt der 40-Jährige nur wenige Stunden nachdem Dr. Peter Hoffmann ihm die zweite Linse eingesetzt hat. Man sieht nur noch eine kleine Schwellung am linken Auge. Ansonsten ist Neil Cardus trotz Vollnarkose total fit. «Wir setzen», erklärt Dr. Hoffmann, «eine ganz kurze Vollnarkose ein. Innerhalb von etwa 20 Minuten wird die Linse auf der Iris fixiert.»

Ziemlich dicke Brille

Im Internet war Neil Cardus daheim in Chester auf eine Anzeige der hiesigen Augenklinik gestoßen. «Ich wollte keine Brille mehr tragen», sagt er. Verständlich, bei den Dioptrinstärken minus 11 und minus 12 musste er schon ziemlich dicke Gläser tragen. Nach dem ersten telefonischen Kontakt Anfang April, bei dem er erfuhr, dass die gewünschten Operationen in Castrop noch günstiger sind als in Belgien, bekam er bei Dr. Hoffmann relativ schnell einen Termin - und ist mit den neuen Sehhilfen jetzt rundum glücklich. «Es ist ein neues Lebensgefühl», freut er sich mit Mutter May, die ihn nach Deutschland begleitete. Bei Goldschmieding haben sie übernachtet.

Trotz der noblen Unterkunft und des Fluges hat sich die Reise auch aus finanzieller Sicht gelohnt. Für wenige tausend Euro, die er komplett selbst aufbringen musste, hat der Handwerker Neil Cardus eine Sehhilfe erhalten, für die er in England «auf jeden Fall das Doppelte» hätte zahlen müssen - nicht unter 8000 Euro.

Dr. Hoffmann fixiert die neun mal sechs Millimeter großen, implantierbaren Linsen bereits seit 1999 und hat inzwischen ein Problem. «Die Kassen in Deutschland schreiben uns vor, die Fallzahlen um 20 Prozent zu senken. Deshalb hoffen wir durchaus auf mehr Patienten aus England», so der Augenspezialist.

Wiedersehen? Nie!

Neil Cardus wird er nicht mehr wiedersehen. «Die Linse kann jahrzehntelang im Auge verbleiben, ohne an Stabilität einzubüßen», sagt Dr. Peter Hoffmann. Die regelmäßigen Kontrollen, die zur Sicherheit dennoch erforderlich sind, können auch englische Augenärzte vornehmen. Na denn: Goodbye Neil! pwu

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