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Dem Normalbenzin wird der Hahn abgedreht

CASTROP-RAUXEL Aral, Jet, Hem, Star und Total haben es noch, Shell nicht mehr: Das Normalbenzin. Mit dem Schritt, den 91-Oktan-Kraftstoff aus dem Angebot zu nehmen, ist der Shell-Konzern in die Vorreiterrolle geschlüpft. Hat umgesetzt, was die anderen vermutlich bald nachmachen werden.

von Von Gabriele Regener

, 02.10.2008

Denn abzusehen war dies schon seit längerem. Die traditionelle Differenz von zwei Cent zwischen Normal und Super wurde schon vor Monaten aufgeweicht, als die Preisspanne auf nur einen Cent schrumpfte. Um dann ganz zu verschwinden. Benzin und Super gibt es seitdem für das gleiche (teure) Geld.

Kunden stiegen auf Super mit 95 Oktan um

Was zur Folge hatte, dass viele Kunden auf Super mit 95 Oktan umstiegen. Normalbenzin wurde nicht gerade zum Ladenhüter, aber auffällig weniger nachgefragt. Und das war ja auch beabsichtigt.

Trotzdem sei manch ein Kunde irritiert gewesen, als er in den vergangenen Tagen wie gewohnt an der Shell-Tankstelle an der Hebewerkstraße vorfuhren. Kein Normalbenzin! "Die Leute sind deshalb nicht traurig, haben sich nur gewundert", beschreibt Timo Michelchen von der Shell-Station die Situation.Lücke auf der Anzeigetafel direkt geschlossen

Die Lücke auf der Anzeigentafel hat der Shell-Konzern umgehend wieder aufgefüllt und preist da nun das neue V-Power an. "Besser für den Motor, sparsamer im Verbrauch", lobt Michelchen den neuen Saft mit ebenfalls 95 Oktan.

Die anderen Konzerne bieten derzeit das Normalbenzin weiter an. Wie lange, dass konnte keiner der Kassierer gestern sagen. "Das soll raus, spätestens bis zum Jahresende", wusste man bei Hem an der Herner Straße.

Auch die anderen Anbieter rechnen mit der Rücknahme. Denn der Absatz ist rückläufig. Mal mehr, mal weniger. Während Star und Jet nach Beobachtungen ihrer Kassierer nur noch wenig davon absetzen, schätzt Yvonne Ulrich bei Hem die "Normal"-Kunden noch auf rund 30 Prozent.

Keine Nachteile für die Automotoren

Doch sie haben, wenn die Tankstellen den Normalbenzin-Hahn endgültig abdrehen, nichts zu befürchten. "Da kann gar nichts passieren", beteuert Kfz-Meister Bernhard Kampe. "Oft hat die Umstellung sogar Vorteile, dann werden die Fahrzeuge im Verbrauch etwas genügsamer." Und von den Fahrern, die ein Uralt-Schätzchen lenken, das nur verbleites Benzin verträgt, gäbe es in der Stadt nur noch eine Hand voll. Die müssen dann den Zusatz, auf den ihr Auto nicht verzichten kann, in das Superbenzin kippen.

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