Diese Website verwendet Cookies. Cookies gewährleisten den vollen Funktionsumfang unseres Angebots, ermöglichen die Personalisierung von Inhalten und können für die Ausspielung von Werbung oder zu Analysezwecken gesetzt werden. Lesen Sie auch unsere Datenschutz-Erklärung

Das Erfolgsmodell soll ausgebaut werden

Befragung zur Offenen Ganztagsschule

Die Offene Ganztagsgrundschule (OGS) ist in unserer Stadt ein Erfolgsmodell. Wartelisten sind längst an der Tagesordnung, an machen Grundschulen wünschen sich 80 Prozent, dass ihre Kinder in den Genuss verlässlicher Betreuung kommen. Die SPD will die OGS ausbauen. Die Stadt fragt dazu ab jetzt den Bedarf ab. Dass die Herausforderungen groß sind, haben offenbar alle erkannt.

Castrop-Rauxel

, 10.04.2018
Das Erfolgsmodell soll ausgebaut werden

Kinder der Ganztagsschulen Alter Garten und Am Busch spielten im Herbst 2016 gegeneinander Schach. Eines von vielen OGS-Angeboten. © Matthias Stachelhaus

„Ging man ursprünglich von einem Bedarf für rund 25 Prozent der Kinder aus, sind wir heute bei 60 bis 70 Prozent“, sagt SPD-Fraktionschef Daniel Molloisch. Dem wollen die Sozialdemokraten Rechnung tragen. „Die Herausforderungen sind riesig“, weiß Molloisch. Der zuständige Betriebsausschuss für Familie, Jugend, Soziales und Bildung (B2), der am Donnerstag, 19. April, tagt, und der Stadtrat eine Woche später sollen auf Antrag der SPD dafür sorgen, dass der OGS-Ausbau weiter vorangebracht wird.

Gefragt ist ein Handlungskonzept, bei dem klar wird, wie der Ausbau intensiviert werden kann. Dabei geht es auch um alternative Betreiberkonzepte und darum, wie das Mensa-Angebot bei steigenden Nutzerzahlen dem Bedarf angeglichen werden kann.

Jetzt lesen

Schließlich geht es aber auch darum, wie Betreuungszeiten individuell geregelt werden können. Die starre Auslegung hatte im vergangenen Jahr Eltern auf die Palme gebracht. Die neue NRW-Landesregierung setzte darum recht schnell einen Erlass um, der im Februar verabschiedet wurde: Er soll die Teilnahme an außerschulischen Nachmittagsveranstaltungen, zum Beispiel in Vereinen oder Musikschulen, ermöglichen.

Schulministerin Yvonne Gebauer betonte Ende Februar, dass der Erlass Klarheit und Rechtssicherheit für Eltern sowie für Schulen, Kommunen und Träger des offenen Ganztags schaffe. „Die im Dezember angekündigte und nun in Kraft getretene Ergänzung des Erlasses sorgt für mehr Flexibilität. Es galt, eine gute Balance zu finden zwischen dem Bedürfnis der Eltern, mehr Raum für Aktivitäten für und mit ihren Kinder zu haben, und dem Anspruch der Träger auf Verlässlichkeit und Kontinuität, um auch die Qualität der Angebote wahren zu können.“

Online-Umfrage auf der städtischen Homepage

Andere Kommunen, sagt Molloisch, hätten gut Erfahrungen mit der Vergabe des Betriebs der OGS an freie Träger gesammelt – auch das soll auf den Prüfstand gestellt werden. Bei der Stadt läuft aktuell eine Abfrage zum Betreuungsbedarf von Grundschulkindern. Die Jugendförderung bittet um Teilnahme an der entsprechenden Online-Umfrage. Der Link ist auf der städtischen Homepage von Mittwoch (11. April) bis zum 13. Mai freigeschaltet.

Eine verlässliche Betreuung nach dem Unterricht, an Brückentagen und in den Ferien, eine warme Mittagsmahlzeit, Hausaufgaben machen und Zeit, um mit Freunden zu spielen oder an verschiedenen Angeboten teilzunehmen – das zeichnet die Offene Ganztagsgrundschule aus, heißt es dazu in einer Pressemitteilung der Stadt.

Verlässliche Betreuung an einzelnen Tagen

Eltern nutzen verlässliche Betreuungszeiten nach dem Unterricht, um Familie und Beruf vereinbaren zu können. Aufgrund von Teilzeitarbeitsmodellen, gesicherten Betreuungszeiten durch Großeltern und ähnlichem zeigen sich aber auch Bedarfe, die sich vom jetzigen OGS-Angebot unterscheiden: zum Beispiel der generelle Wunsch nach einer verlässlichen Betreuung nach dem Unterricht, aber nur an einzelnen Tagen bis 13 oder maximal 14 Uhr. Ein solches flexibles Betreuungsmodell könne die OGS aufgrund ihres pädagogischen Konzeptes derzeit nicht leisten, heißt es bisher.