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Das Amphitheater des Agora-Zentrums wurde zur großen Tanzbühne

Internationales Tanzfestival

Tanzen ist ein fester Bestandteil der griechischen Kultur. Schon zum 17. Mal verwandelte sich das Amphitheater der Agora in eine Tanzbühne. Beim Internationalen Tanzfestival zeigten elf Formationen am Samstagnachmittag, wie typische Volkstänze aussehen.

Ickern

, 24.06.2018
Das Amphitheater des Agora-Zentrums wurde zur großen Tanzbühne

Bunt, traditionell, fröhlich ging es am Samstagnachmittag wieder beim Tanzfestival im Agora-Amphitheater zu. © Volker Engel

Beim Tanzfestival in der Agora waren nicht nur griechische Tänzer beteiligt. Auch Formationen aus der Türkei, Kolumbien, Polen und dem Orient zeigten ihr Können.

Auftritt klappt reibungslos

Tanzlehrer Nikolaos Tetos fieberte mit seiner Tanzgruppe mit. Am Rande der Bühne rief er seinen Schützlingen Kommandos zu. Seine Hände klatschten den Takt der Schritte mit. „Es ist mein erster Auftritt mit einer Tanzgruppe“, sagte der 23-Jährige. Ein bisschen nervös sei er schon. Dabei lief es richtig rund bei den zwölf Tänzern. Ohne einen einzigen Patzer absolvierten die Jugendlichen ihr Programm. Überkreuzschritte, kleine Hüpfer und eingebaute Klatscher klappten perfekt. Das Segelschiff auf den T-Shirts symbolisierte Griechenlands Nähe zum Meer. „Jede Region hat ihren eigenen Tanz“, erklärte Tetos. Die Choreografien seien religiösen Ursprungs.

Der gesamte Körper ist in Bewegung

Eine kroatische Tanzgruppe bot drei traditionelle Tänze dar. Interessant und sehenswert war nicht nur der Tanz, bei der der ganze Körper der Tänzer in Bewegung war. Kleine Trippelschrittchen, zu denen synchron auch die Oberarme in Bewegung waren, ließen die Tänzer in ihrer kunstvollen Tracht schwitzen. Schon seit 400 Jahren hat sich an den Kostümen nichts verändert. Die weiße Tracht bestand aus gehäkelten Kniestrümpfen, Pumphosen, Überkleidern und bunten Schultertüchern. „Das gewebte Tuch, welches links über den bunten Gürtel gelegt wird, lässt erkennen, dass eine Tänzerin noch ledig ist“, verriet eine Tänzerin.

„Das trugen unsere Vorfahren im normalen Alltagsleben“

Ebenso schmuck präsentierte sich auch die Formation Amalia aus Hagen. Die schwarzen Pelzmützen, die die Männer während des Auftritts trugen, ließen die Tänzer ganz schön schwitzen. „Das trugen unsere Vorfahren im normalen Alltagsleben. Auch in Griechenland ist es im Winter sehr kalt“, erklärte Dimitrios Kementzetzidis. „Die goldenen Gürtel der Frauen sollen zeigen, dass die Frau vergeben ist“, sagte er. Sogar in Athen durfte die Gruppe schon auftreten.

Sehenwerte Steppshow gehört auch dazu

Weniger traditionell, dafür aber absolut sehenswert steppte die achtköpfige Formation um Kristina Rummeld von der Tanzschule „Steppgebiet“ über das Parkett. Eine extra aufgebaute Bühne aus Holzelementen sorgte dafür, dass der Soundeffekt noch verstärkt wurde. Zu Ehren der griechischen Gemeinde hatten die Stepptänzer eine Überraschung im Gepäck: Beim Sirtaki klatschte das Publikum begeistert mit.

Zum Abschluss der Veranstaltung sorgte der polnische Trachtenverein Wiselka für Fröhlichkeit. Mit den bunten Originaltrachten zeigte die Gruppe Polka ähnliche Tänze aus der Region Lowicz (bei Warschau).

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