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Aktionswoche: Alte Fieberthermometer in Apotheken wechseln

CASTROP-RAUXEL Bei Verdacht auf Fieber ist der Griff zum Thermometer eine Selbstverständlichkeit. Wer dabei immer noch zum vermeintlich guten alten Thermometer mit Quecksilber greift, sollte spätestens während der laufenden Aktionswoche unter dem Motto „Behalten ist Quecksilber, Tauschen ist Gold“, sein altes Schätzchen gegen ein neues, digitales Thermometer eintauschen.

von Ruhr Nachrichten

, 08.10.2008
Aktionswoche: Alte Fieberthermometer in Apotheken wechseln

„Bis zum 11. Oktober sollten Apothekenkunden ihr altes, quecksilberhaltiges Fieberthermometer gegen ein neues, digitales Exemplar austauschen“, empfiehlt Apotheker Claus Ehrensberger, Sprecher der Apothekerschaft im Kreis Recklinghausen. „Gegen einen Vorzugspreis“, so Claus Ehrensberger, „können sich die Verbraucher so nachhaltig von einer latenten Gesundheits- und Umweltgefahr befreien.“ In Deutschland, so schätzen Experten, sind noch Millionen Quecksilber-Thermometer in Gebrauch. Früher war Quecksilber ein beliebtes Mittel gegen Krankheiten, zum Beispiel Syphilis. Heutzutage vermutet man, dass mehr Menschen an der Behandlung mit Quecksilber starben als an der Krankheit selbst.

Enthalten ist Quecksilber vor allem noch in Thermometern, Barometern, Blutdruckmessgeräten und Amalgamfüllungen. Ein besonderer Nachteil von Quecksilberthermometern ist die Zerbrechlichkeit der Glashülle. Freigesetztes Quecksilber kann Gesundheitsschäden verursachen. „Quecksilberdämpfe sind zwar giftig“, weiß Apotheker Claus Ehrensberger, „richten aber keine sofortigen Schäden an.“ Wenn also ein Thermometer zu Bruch geht, muss man nicht gleich in Panik ausbrechen. „Wichtig ist jedoch, Kinder zur Sicherheit fern zu halten und den Raum ausreichend zu lüften“, ergänzt Ehrensberger. Mit einem digitalen Thermometer geht man auf Nummer sicher. „Außerdem ist man bestens auf die kommende Erkältungszeit vorbereitet.“

Selbstverständlich werden die Quecksilberthermometer nach der Abgabe in der Apotheke ordnungsgemäß entsorgt. Sie sind faktisch Sondermüll. Der Verkauf ist in der gesamten EU ab Januar 2009 verboten. „Natürlich beraten die Apotheken auch darüber, wie am genauesten Fieber gemessen wird und welche Werte kritisch für die Gesundheit sind“, erklärt Claus Ehrensberger.

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