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Cannes-Preis nachträglich an Panahi übergeben

Teheran. Weil er von Wahlfälschung bei der Präsidentenwahl 2009 gesprochen hatte darf der Filmemacher den Iran nicht verlassen und konnte auch nicht persönlich seinen Preis für das beste Drehbuch bei den Filmfestspielen in Cannes annehmen.

Cannes-Preis nachträglich an Panahi übergeben

Schauspielerin Solmaz Panahi nahm in Cannes stellvertretend für ihren Vater, den iranischen Filmregisseur Jafar Panahi, den Preis für das beste Drehbuch entgegen. Foto: Arthur Mola

Die Auszeichnung für das beste Drehbuch der diesjährigen Filmfestspiele von Cannes ist dem iranischen Filmemacher Jafar Panahi nachträglich übergeben worden.

Wie das Nachrichtenportal „Khabar Online“ berichtete, bekam Panahi den Preis von seiner Hauptdarstellerin Behnaz Jafari nach deren Ankunft am Dienstag im IKA Flughafen in Teheran. „Das ist deiner“, sagte sie Panahi. „Khabar Online“ postete bei Twitter auch ein Handy-Video von der Übergabe. 

Den Preis fürs beste Drehbuch erhielten Panahi und sein Co-Autor Nader Saeivar für Panahis Roadmovie „Three faces“ (Drei Gesichter).

Daneben wurde auch die Italienerin Alice Rohrwacher für den Film „Happy is Lazzaro“ ausgezeichnet.

Panahis Preis hatte am Samstag stellvertretend seine Tochter, die Schauspielerin Solmaz Panahi, in Südfrankreich entgegengenommen.

Panahi konnte nicht persönlich am Festival von Cannes teilnehmen, da er den Iran nicht verlassen darf. Er wurde 2010 zu sechs Jahren Haft und einem 20-jährigen Berufs- und Ausreiseverbot verurteilt, weil er von Wahlfälschung bei der Präsidentenwahl 2009 gesprochen hatte. Er darf auch in dieser Zeit keine Interviews mit Medien führen.

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