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Bürgermeister: "Ehrfurcht vor dem Leben"

SÜDKIRCHEN „Hinter jedem Namen verbirgt sich ein Schicksal. Was wollen uns diese Namen noch mitteilen, woran wollen sie uns erinnern“?

von Von Antje Pflips

, 18.11.2007
Bürgermeister: "Ehrfurcht vor dem Leben"

Bügermeister Friedhard Drebing und Pfarrer Dr. Axel Schmidt am Ehrenmal in Südkirchen.

Bürgermeister Friedhard Drebing sprach am Ehrenmal zum Volkstrauertag in Südkirchen.„Es gibt eine zentrale Aussage, deren Bedeutung nicht zu überhören ist: Die Vergangenheit ist nicht vergangen! Doch sie droht, vergessen zu werden“, so der Bürgermeister. Der Volkstrauertrag stehe als Mahnung dafür, niemals Gewalt an Stelle der Vernunft und Überlegung treten zu lassen. „Beide Weltkriege, in denen ein fürchterlicher Völkermord geschah, sind vergangen, doch die Lust politische Auseinandersetzungen militärisch zu lösen, gibt es auch heute noch.“

Mehr Opfer als in den Weltkriegen

Seit 1945 habe sich die Zahl der Opfer von Konflikten überall auf der Welt die der beiden Weltkriege übertroffen. Die Gräuel der Weltkriege seien vorbei, doch entwickele sich eine Globalisierung der Gewalt, die auf sonderbare Weise Bestandteil unseres Alltags sei. „Wir wurden zwar aufgerüttelt durch die Ereignisse am 11. September in New York oder den Krieg im Irak, doch von den Millionen Bürgerkriegsopfern in Afrika spricht niemand. Neue Formen der Gewalt seien der Entzug von Erziehung und Zuneigung, der respektlose Umgang mit dem Alter, Misshandlungen von Kindern oder äußere sich in der hetzenden Gewalt gegenüber Andersdenkenden.

Vergangenheit ist gegenwärtig

„Die Ursache ist immer gleich: Mangel an Ehrfurcht vor dem Leben! Die Vergangenheit ist heute gegenwärtig. Lassen Sie uns die Gegenwart heute bewusster betrachten und beachten wir die Würde unserer Mitmenschen. Lassen Sie uns Ehrfurcht vor dem Leben haben“! Anschließend ging er auf die tragischen Ereignisse in Südkirchen beim Martinszug ein: „Noch heute stehen wir unter dem Eindruck des tragischen Verkehrsunfalls. Wir wollen auch an die denken, die unter den Folgen zu leiden haben“. 

Am Ehrenmal versammelten sich Mitglieder der freiwilligen Feuerwehr, der Schützenbruderschaft, der KAB, der Kolpingfamilie und der Männergesangverein. Gedenkfeiern fanden auch in Nordkirchen und Capelle statt.

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