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Bürger in Stadtwerke einbinden

RZ am Abend

Dass Recklinghäuser Stadtwerke grundsätzlich keinen Atomstrom verkaufen, ist für den CDU-Fraktionsvorsitzenden Benno Portmann durchaus denkbar. „Es ist für die CDU kein Dogma, sich darauf zu einigen“, erklärte er bei der Talkrunde „RZ am Abend im Ratskeller“.

RECKLINGHAUSEN

25.05.2011
Bürger in Stadtwerke einbinden

Aufmerksam verfolgten die Gäste im Ratskeller die Diskussion um Stadtwerke. Foto: Gutzeit

Im vollen Saal wurde lebendig über die Energieversorgung der Zukunft für Recklinghausen diskutiert. Lokalchef Hermann Böckmann moderierte die Runde, an der Christoph Tesche (Erster Beigeordneter), Frank Cerny (Fraktionsvorsitzender SPD), Benno Portmann (Fraktionsvorsitzender CDU), Peter Möller (Bürgerverein „solaRE“), Prof. Heinz-J. Bontrup (FH Recklinghausen) und Christoph Marx (RWE) teilnahmen.   Professor Heinz-J. Bontrup hat sich auf wissenschaftlicher Ebene eingehend mit dem Thema Stromversorgung befasst und rät dazu, den Schritt zu wagen: „Das hat nur Vorteile.“ Bestehende Stadtwerke würden gute Gewinne erzielen und kurbelten als Auftraggeber auch die regionale Wirtschaft an. Tesche und Portmann legten Wert auf „diskriminierungsfreie Ausschreibung“. Will heißen, eine von der SPD und anderen Gruppierungen von vornherein geforderten Ausschluss von Partnern, die in irgendeiner Form mit der Atomindustrie verbandelt sind, sei nicht möglich. „Wir suchen einen kompetenten strategischen Partner für den Erwerb des Netzes. Wir dürfen kein K.O.-Kriterium setzen“, so Tesche. Cerny schränkte die Forderung der SPD ein wenig ein: „Alle Stromanbieter haben in ihrem Portfolio Strom aus regenerativen Energien. Wenn Recklinghäuser Stadtwerke Strom vertreiben , dann sollte es eine Marke ohne Atomstrom sein.“ Und dieser Forderung würde die CDU sich nicht grundsätzlich verschließen, zumal damit große Energieunternehmen nicht von vornherein als Partner ausgeschlossen wären. 

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