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Frau soll ihre Mutter mit Schere erstochen haben

Brutale Tat im Wahn - 53-Jährige vor Gericht

Bochum Eine 53-jährige Frau soll im Wahn ihre eigene Mutter erstochen haben, doch das stritt sie am Dienstag vor dem Bochumer Landgericht ab. Sie sagt, ihre Mutter habe sich die Stichverletzungen selbst zugefügt.

Brutale Tat im Wahn - 53-Jährige vor Gericht

Die 53-Jährige soll ihre Mutter brutalst erstochen haben. Foto: von Braunschweig

Die Polizei hatte die Leiche der Seniorin im vergangenen Oktober gefunden. Sie war in Decken gehüllt, die Verwesung hatte bereits eingesetzt. Zwei Wochen zuvor soll die Bochumerin von ihrer eigenen Tochter erstochen worden sein – in ihrer eigenen Wohnung.

Die Rechtsmediziner hatten später zahlreiche Einstiche in Oberkörper und Kopf festgestellt, einer hatte die Hauptschlagader durchtrennt. Die alte Dame war praktisch sofort verblutet.

Nachbarn hatten schließlich die Polizei alarmiert, weil sie sich gewundert hatten, dass die Seniorin nicht mehr den Briefkasten geleert hat.

Richter spricht von „massiver und brutaler“ Tat

Im Prozess hatte die 53-jährige Tochter bis zuletzt ihre Unschuld beteuert und behauptet, dass sich ihre Mutter die Stichverletzungen selbst zugefügt hat. Sie habe ihre Mutter sogar noch mit einem Pflaster verarztet und dann die Wohnung verlassen.

Das nahmen ihr die Richter aber nicht ab. „Es steht zur Überzeugung des Gerichts fest, dass die Angeklagte aktiv ihre Mutter getötet hat“, sagte Josef Große Feldhaus in der Urteilsbegründung. Die Tatausführung - laut Urteil wurden viele der Stiche postmortal versetzt – nannte das Gericht wörtlich „massiv und brutal“.

Die Beschuldigte gilt als psychisch schwer krank. Ins Gefängnis muss sie deshalb nicht – sondern in die geschlossene Psychiatrie.

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