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Bremer Bauer: Nie gedacht, dass Druck so groß werden kann

Bremen. Werder Bremens Profi Robert Bauer unterstützt Per Mertesacker in der Debatte um seelische Belastungen von Fußball-Profis.

Bremer Bauer: Nie gedacht, dass Druck so groß werden kann

Werder Bremens Robert Bauer hat sich in der Debatte um seelische Belastungen der Spieler geäußert. Foto: Daniel Reinhardt

„Natürlich sind wir privilegiert. Wir verdienen viel Geld, wahrscheinlich zu viel, aber man darf nicht vergessen, dass wir ja weiterhin nur Menschen sind“, sagte der 23 Jahre alte Abwehrspieler im Fachmagazin „Kicker“.

Bauer beklagte den massiven Druck durch die öffentliche Meinung. „Das hätte ich niemals gedacht, dass das so extrem werden kann“, meinte der Profi. Bei seinem früheren Engagement in Ingolstadt (2014 bis 2016) sei „das alles noch ganz harmlos“ gewesen. Bei Traditionsclubs hingegen sei das „plötzlich eine ganz andere Nummer“. Von öffentlicher Kritik seien nicht nur die Spieler selbst betroffen, sondern auch das private Umfeld, Familie, Freunde und eigene Kinder. „Ich mache mir zum Beispiel am meisten Sorgen um meine Eltern“, sagte Bauer.

„Der Druck kann einen kaputtmachen, ganz klar“, meinte der gebürtige Pforzheimer. In der unmittelbaren Folge von Robert Enkes Suizid sei „extrem sensibel“ mit dem Thema umgegangen worden. „Aber mittlerweile ist alles wieder vergessen. Es ist wieder wie vorher, wenn nicht sogar schlimmer.“

Betroffen sei der Großteil der Profis, meinte Bauer. Nach außen würden sich die Spieler selbstbewusst geben, „doch innen sieht es ganz anders aus“. Die hohen Profigehälter seien dabei kein Gegenargument. „Denn wenn du unglücklich bist, hilft dir das ganze Geld nicht“, sagte Bauer.

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