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Bjarne Mädel beklagt Schubladen-Denken

Berlin. Bjarne Mädel ist derzeit oft zu sehen: Am Montag im Drama „24 Wochen“, das das ZDF zeigte, und jetzt in einem neuen Kinofilm.

Bjarne Mädel beklagt Schubladen-Denken

Bjarne Mädel: Schauspieler bekommt oft die gleichen Rollen angeboten. Foto: Christophe Gateau

Schauspieler Bjarne Mädel (50) findet es nach dem Erfolg mit komischen Rollen wie in der Comedyserie „Stromberg“ schwer, ernste Rollen angeboten zu bekommen. 

„Wenn man einmal den Trottel im Büro glaubhaft spielt, dann wird man für die identische Rolle noch zehn Mal angefragt. Es ist gar nicht so einfach, sich da rauszuarbeiten“, sagte Mädel der Deutschen Presse-Agentur. „Wir Schauspieler haben diesen Beruf auch gewählt, um unterschiedliche Rollen zu spielen und uns in unterschiedliche Menschen hineinzuversetzen. Aber wir kriegen leider oft das Gleiche angeboten.“

Der Hamburger ist ab diesem Donnerstag in dem sensiblen Kino-Drama „1000 Arten Regen zu beschreiben“ als verzweifelter Familienvater zu sehen, dessen Sohn nicht mehr aus seinem Zimmer kommen möchte - ein in Japan gängiges Phänomen. Die Familie des 18-Jährigen droht, daran zu zerbrechen.

Wenn sich Mädel einen Ort aussuchen müsste, an dem er sich der Welt entziehen könnte, wäre das nicht sein Zimmer, sondern eine Insel. „Weil der Raum begrenzt ist und ich weiß, dass ich nicht noch was erleben muss. Es reicht völlig, wenn ich hier auf dem Handtuch liege und ein gutes Buch lese.“

Der 50-Jährige wurde als „Ernie“ in der ProSieben-Serie „Stromberg“ bekannt und spielt seit 2011 den „Tatortreiniger“ im NDR. Das Drama „24 Wochen“ über eine Spätabtreibung, in dem Mädel die Rolle des Vaters spielt, wurde 2017 mit einem Filmpreis in Silber ausgezeichnet.

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