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„Bild“: Air-Berlin-Pleite lässt Regierungssitz teurer werden

Berlin. Der Zweitsitz der Bundesregierung in Bonn kostet einem Zeitungsbericht zufolge immer mehr Geld - Schuld daran ist offenbar die Pleite von Air Berlin. Nach Informationen der „Bild-Zeitung“ (Samstag) sind die Ausgaben für den Außenposten 2017 auf rund acht Millionen gestiegen. Das sei eine halbe Million Euro mehr als 2016. Hauptgrund seien die Pendlerkosten, die sich um 13,3 Prozent auf 5,33 Millionen erhöht hätten. Das Aus von Air Berlin habe nicht nur zu größeren Flugkosten, sondern auch zu einer Verlängerung der Dienstreisen und somit mehr Reisekosten geführt, zitiert „Bild“ aus dem Teilungskostenbericht der Bundesregierung. Investitionen in Video-Konferenztechnik hätten die Kosten nicht bremsen können.

„Bild“: Air-Berlin-Pleite lässt Regierungssitz teurer werden

Das Logo der insolventen Fluggesellschaft Air Berlin. Foto: Marcel Kusch/Archiv

Der Steuerzahlerbund kritisiert den doppelten Regierungssitz schon lange. Auf 20 Millionen Euro schätzt er die Ausgaben für das Bonn-Berlin-Gesetz und die damit verbundene Pendelei. Der Verein ist der Ansicht, dass der Zweitsitz wenig Sinn ergibt, da 67 Prozent des Ministeriumspersonals in der Hauptstadt arbeiten. Der Regierungssitz wechselte vor 18 Jahren von Bonn nach Berlin.

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