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Biathlon-Skandal: Sponsoren fordern Aufklärung

Leipzig. Im sich abzeichnenden Doping- und Korruptionsskandal im Biathlon-Weltverband fordern die Top-Sponsoren neben einer systematischen Aufklärung im Fall der Fälle auch Konsequenzen.

Biathlon-Skandal: Sponsoren fordern Aufklärung

Das Thema Doping beschäftigt den Biathlon-Sport - und dessen Sponsoren. Foto: Patrick Seeger

„Wir sind für ein strenges und konsequentes Vorgehen auf allen Ebenen, sollten diesbezüglich Verfehlungen nachgewiesen werden“, sagte Wolfgang Kuffner, Marketingleiter der Privatbrauerei Erdinger Weißbräu, der Deutschen Presse-Agentur.

Auch die DKB-Bank, Viessmann und BMW - seit vielen Jahren fest im Wintersport verankert - beobachten die Situation genau. „Selbstverständlich verfolgen wir die Vorwürfe aufmerksam und begrüßen alle Maßnahmen, die helfen, den Fall vollständig aufzuklären. Solange die Justiz nicht zu einer abschließenden Bewertung gekommen ist, enthalten wir uns aber jeder Stellungnahme“, sagte Viessman-Sprecher Albrecht von Truchseß.

Tendenzen, dass sich Geldgeber im großen Rahmen aus dem liebsten Wintersport der Deutschen zurückziehen könnten, gibt es aber noch nicht. „Bis es verlässliche Erkenntnisse gibt, werden wir keine voreiligen Entscheidungen treffen“, teilte die DKB mit. Auch BMW erwartet eine „gründliche Aufklärung. Die bestehenden Kontrollsysteme müssen funktionieren und Anti-Dopingmaßnahmen entsprechend greifen“, teilte das Unternehmen mit.

In Österreich ermittelt die Wirtschafts- und Korruptionsstaatsanwaltschaft gegen insgesamt zwölf Personen, gegen zwei wurden Korruptionsvorwürfe erhoben. Laut IBU wird gegen den Präsidenten Anders Besseberg und die deutsche Generalsekretärin Nicole Resch, die ihre Ämter ruhen lassen, ermittelt.

Der Tatzeitraum betrifft vor allem die Biathlon-WM im Februar 2017 in Hochfilzen, die Korruptionsvorwürfe reichen bis 2012 zurück. Russische Dopingsünder sollen gedeckt und 65 Doping-Proben vertuscht worden sein. Bei der Vergabe der Biathlon-Weltmeisterschaft 2021 im September 2016 zugunsten der russischen Stadt Tjumen sollen Bestechungsgelder geflossen sein.

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