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Bewährungsstrafe für Wiederholungstäter

Kinderporno-Prozess

Dieser Fall macht wütend: Ein 33-Jähriger aus Recklinghausen hat zum wiederholten Mal kinderpornographische Inhalte verschickt. Bei seiner Strafe hatte aber noch Glück.

Recklinghausen

von Jörn Hartwich

, 10.07.2018
Bewährungsstrafe für Wiederholungstäter

Ein Mann aus Recklinghausen hat zum wiederholten Mal kinderpornographischen Inhalt verbreitet. Trotzdem kam er mit einer milden Strafe davon. © picture alliance / dpa-tmn

Die Richter am Amtsgericht in Recklinghausen beließen es erneut bei einer Bewährungsstrafe – genau wie schon 2013. Damals waren auf dem Computer des 33-Jährigen über 10.000 Bilder und Filme mit kinderpornographischem Inhalt entdeckt worden. Zu sehen waren meist kleine Jungen, oft beim Geschlechtsverkehr mit Erwachsenen. Die Strafe damals: zehn Monate Haft auf Bewährung plus Sexualtherapie.

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Diesmal sind zwei Monate mehr verhängt worden. Eine Therapie ist aber auch diesmal dabei. Weil die erste offenbar wenig Erfolg hatte. „Ich bin ein bisschen rückfällig geworden“, hatte der Angeklagte im Prozess erklärt. „Da muss irgendwo noch ein Knackpunkt sein, der aufgearbeitet werden muss.“

Fakt ist: Noch während der ersten Bewährungszeit hatte der Angeklagte wieder Bilder und Videos mit ähnlichem Inhalt heruntergeladen und gespeichert. Diesmal allerdings nicht auf dem Computer, sondern auf dem Handy. „Das fing an, als ich meinen Job verloren hatte“, sagte er den Richtern. Da habe er viel Zeit gehabt.

Fahndungsaktion in ganz Deutschland

Die neuen Straftaten waren im Rahmen einer deutschlandweiten Fahndungsaktion bekannt geworden. Der Angeklagte hatte einige der kinderpornographischen Bilder über WhatsApp erhalten und weitergeschickt. Dazu Richterin Britta Nowack: „Hinter jedem Bild, hinter jedem Video steckt der Missbrauch eines Kindes“, sagte sie an die Adresse des Angeklagten. Und: Solange Abnehmer da seien, gehe das immer so weiter.