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Berliner Social-Media-App Jodel zählt Millionen Nutzer

Berlin. Statt weltweit twittern lieber lokal kommunizieren? Das ermöglicht die Plattform Jodel. Nutzer können sich im Umkreis von 10 Kilometern mit anderen austauschen - und das ganz anonym. Inzwischen ist die App millionenfach in Gebrauch.

Berliner Social-Media-App Jodel zählt Millionen Nutzer

Das Berliner Start-up Jodel erreicht, nach eigenen Angaben, mit seiner gleichnamigen Social-Media-App inzwischen ein Millionenpublikum. Foto: Jodel

Das Berliner Start-up Jodel erreicht mit seiner gleichnamigen Social-Media-App inzwischen ein Millionenpublikum. Allein in Deutschland sei die Nutzerzahl „in einen siebenstelligen Bereich“ gerutscht, teilte das Unternehmen mit.

„Deutschland ist unser größter Markt“, sagte Gründer Alessio Avellan Borgmeyer. Aber auch in den skandinavischen Ländern, in Westeuropa, Österreich und der Schweiz werde die App aktiv genutzt. „In Saudi-Arabien ist Jodel die führende App.“

Erfolgsrezept soll die hyperlokale Kommunikation im Windschatten der Silicon-Valley-Riesen Twitter und Facebook sein. Bei Jodel kann man sich nach dem Herunterladen der App sofort anonym mit anderen Nutzern im Umkreis von 10 Kilometern austauschen. Anders als bei den großen Plattformen erstellt man dabei kein Profil mit persönlichen Daten. „Es gibt ein großes Interesse unserer Nutzer daran, was in der Umgebung passiert“, sagt Borgmeyer. Mit neuen „Channels“, einer Art Themenkanäle, sollen sich die Beiträge („Jodels“) thematisch künftig besser sortieren lassen.

Kernzielgruppe von Jodel sind Studenten zwischen 18 und 26 Jahren. Es könne aber auch der Döner-Laden um die Ecke eine Sonderaktion gezielt an Leute richten, die gerade unmittelbar in der Umgebung sind. Kunden sollen künftig hyperlokale Anzeigen schalten können. Damit könne auch der Bäcker um die Ecke mit wenigen Klicks eine höhere Reichweite erreichen als in lokalen Tageszeitungen.

Twitter und Facebook sieht Borgmeyer nicht als direkte Konkurrenten an, eher lokale Apps wie Nebenan.de oder Tinder. „Unser Angebot ist eher komplementär dazu.“ Zu den Unterstützern des Start-ups gesellte sich allerdings jüngst mit Adam d'Angelo ein Neu-Investor, der bereits mit Mark Zuckerberg zu Schulzeiten erste Produkte entwickelt hat und bei Facebook zu den ersten Mitarbeitern zählte.

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