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Bei Inkontinenz den Arzt aufsuchen - Oft hilft Training

Kassel (dpa/tmn) - Von Inkontinenz betroffene Frauen und Männer sollten auf jeden Fall einen Arzt aufsuchen. Darauf weist die Deutsche Kontinenzgesellschaft Kassel anlässlich des ersten Deutschen Kontinenz-Tages am Samstag (30. Juni) hin.

«Moderne Behandlungsmöglichkeiten erlauben es Ärzten, Inkontinenz in vielen Fällen zu heilen», sagte Prof. Daniela Schultz-Lampel vom Expertenrat der Gesellschaft. Viele Menschen trauten sich aber aus Scham nicht zum Arzt. Auch verlaufe die Inkontinenz im Gegensatz zur Blasenentzündung meist schmerzfrei und werde daher nicht ernst genug genommen.

Eine gute Möglichkeit der Behandlung ist den Angaben zufolge eine Physiotherapie, beispielsweise das Beckenbodentraining. Daneben gibt es weitere Therapiemöglichkeiten und Hilfsmittel. Auch die Betroffenen selbst können gegen die Inkontinenz vorgehen: So sollte immer genug getrunken werden, um die Blase zu reinigen. Bereits in jungen Jahren sollte mit einem Beckenbodentraining begonnen werden. «Spätestens in der Schwangerschaft und nach der Geburt ist jungen Müttern ein Training anzuraten», sagt Schultz-Lampel. Darüber hinaus sei ein Blasentraining zu empfehlen. «Nicht bei jedem kleinen Harndrang auf die Toilette zu gehen, trainiert die Blase und erhöht die Selbstkontrolle.»

Inkontinenz kann dabei verschiedene Formen und Ursachen haben. Wer häufig beim Husten, Niesen, Lachen oder körperlichen Belastungen unkontrolliert Urin verliert, leidet vermutlich an Belastungsinkontinenz. Menschen, die plötzlich einen heftigen Harndrang verspüren und den Urin nicht mehr halten können, sind möglicherweise von einer überaktiven Blase betroffen. Auch eine nicht ausbehandelte Blasenentzündung könne zur Blasenschwäche führen, warnt Prof. Schultz-Lampel. Um die Ursache abzuklären, sind Fachärzte wie Urologen, Gynäkologen oder Neurologen die richtigen Ansprechpartner.

Die Kontinenzgesellschaft geht von etwa fünf Millionen Betroffenen in Deutschland aus, es könnten aber auch doppelt so viele sein. In den 16 bundesdeutschen Landeshauptstädten finden am Samstag von 10.00 bis 13.00 Uhr Patientenforen zum Thema Inkontinenz statt, bei denen Experten Kurzvorträge halten und Fragen beantworten.

Informationen: Das Patiententelefon der Deutschen Kontinenzgesellschaft ist montags bis freitags zwischen 15.00 und 20.00 Uhr unter 01805/23 34 40 (14 Cent pro Minute) zu erreichen.

Deutsche Kontinenzgesellschaft Kassel: www.kontinenz-gesellschaft.de

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