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BKA-Zeuge im U-Ausschuss: Amri galt Ende 2015 als gefährlich

Das Bundeskriminalamt (BKA) hielt den späteren islamistischen Attentäter Anis Amri Ende des Jahres 2015 für gefährlich - also ein Jahr vor dem Anschlag auf den Berliner Weihnachtsmarkt. Diese Bewertung beruhte nach Angaben eines BKA-Beamten auf Informationen eines Spitzels in der islamistischen Szene in Nordrhein-Westfalen, der Amri entsprechend beschrieb.

Berlin/Düsseldorf

22.06.2018
BKA-Zeuge im U-Ausschuss: Amri galt Ende 2015 als gefährlich

Ein Schild mit der Aufschrift "Bundeskriminalamt". Foto: Fredrik von Erichsen/Archiv

Dazu sagte der BKA-Beamte als Zeuge am Freitag im Berliner Untersuchungsausschuss zu dem Terroranschlag: „Von dem, was ich gehört habe, habe ich mich dieser Einschätzung angeschlossen. Für mich war hier klar, dass von Amri eine Gefahr ausging.“

Details zu der Beschreibung von Amri durch den Spitzel, der bei der Polizei als V-Mann oder Vertrauensperson (VP) geführt wurde, nannte der BKA-Beamte nicht. Solche Details könnten die Identität des Spitzels verraten und seien daher ein Dienstgeheimnis, sagte der Kriminalpolizist.

Am 19. Dezember 2016 verübte Amri den Anschlag, bei dem zwölf Menschen starben und mehr als 70 verletzt wurden.