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Auktionshaus vermittelt Ansprüche für jüdische Vorbesitzer

Köln. Das Auktionshaus Van Ham hat für zwei Gemälde Restitutionsansprüche nachgewiesen und einen Ausgleich vermittelt. Das Auktionshaus teilte am Montag in Köln mit, die Ansprüche seien ermittelt worden bei der Prüfung von Werken aus der Sammlung des Saturn-Gründers Friedrich Wilhelm Waffenschmidt, die dieser 1984 gutgläubig erworben habe. Dabei gehe es um das Werk „Gartenlokal an der Havel unter Bäumen“ von Max Liebermann mit einem Schätzwert zwischen 300 000 und 500 000 Euro. Das zweite Bild, „Herbstblumen in Vase“ von Lovis Corinth, wurde auf einen Wert zwischen 130 000 und 180 000 Euro taxiert. Die Gemälde hatten jüdischen Familien gehört, die unter den Nazis drangsaliert, enteignet und ermordet worden waren.

Auktionshaus vermittelt Ansprüche für jüdische Vorbesitzer

Blick auf das Auktionshaus Van Ham. Foto: Rolf Vennenbernd/Archiv

Die Angehörigen hatten die „Commission for Looted Art in Europe“ und die „Lost Art-Datenbank“ eingeschaltet. Alle Parteien, einschließlich Van Ham, hätten Zugeständnisse gemacht, teilte das Auktionshaus mit. Die Werke werden Ende Mai aufgerufen.

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