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Amedick über psychische Probleme: Hat man mir nie angesehen

Frankfurt/Main. Der frühere Bundesliga-Profi Martin Amedick hat sich ähnlich wie Per Mertesacker über die mentalen Probleme in seiner Karriere geäußert. In tiefen depressiven Phasen sei er immer panisch geworden, je näher der Anpfiff einer Partie rückte. „Immer wieder lief in meinem Kopf ab: 'Du kannst in diesem Zustand keinesfalls spielen'. Am Vorabend war der Gedanke da, im Hotel morgens. Erst als das Spiel begann, konnte ich diese Angst vergessen und einfach funktionieren“, sagte der einstige Abwehrspieler von Borussia Dortmund, Eintracht Frankfurt und des 1. FC Kaiserslautern in einem Online-Bericht des Fachmagazins „Kicker“ (Dienstag).

Amedick über psychische Probleme: Hat man mir nie angesehen

Martin Amedick in der Benteler-Arena. Foto: Marius Becker/Archiv

Lange habe er darüber nicht geredet. „Meine Probleme hat man mir nie angesehen“, sagte Amedick (35), der nach seiner letzten Station beim SC Paderborn 07 aufgehört hat und inzwischen in Bielefeld Psychologie studiert. In Frankfurt spitzte sich aber die Situation zu: Amedick begab sich 2012 wegen eines Erschöpfungssyndroms in Behandlung, 2013 verließ er den Club.

Zuletzt hatte Weltmeister Mertesacker für Aufsehen gesorgt, als er sich ausführlich über den psychischen Druck im Fußballgeschäft äußerte. „Es ist noch viel zu tun“, bekräftigte Amedick, der im Namen der Robert-Enke-Stiftung Vorträge hält und später in einem Nachwuchsleistungszentrum arbeiten möchte. „Wir müssen die Erkrankungen besser erklären und die Stigmatisierung bekämpfen.“ Außerdem müssten die Verein mehr Spezialisten anstellen, die den Profis zur Seite stehen.

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