Diese Website verwendet Cookies. Cookies gewährleisten den vollen Funktionsumfang unseres Angebots, ermöglichen die Personalisierung von Inhalten und können für die Ausspielung von Werbung oder zu Analysezwecken gesetzt werden. Lesen Sie auch unsere Datenschutz-Erklärung

Ein Haus der Vereine

Spieker Awerkotte in Graes wird wieder aufgebaut

Unmittelbar am Heimathaus „Hefflers Kotten“ wird der Spieker Awerkotte wieder aufgebaut. Davon sollen künftig alle Graeser Vereine profitieren.

GRAES

, 23.05.2018
Ein Haus der Vereine

Alles läuft nach Plan: Bernhard Wessling (l.) vom Heimatverein Graes und Norbert Rose (r.) von der Stadtverwaltung mit weiteren Projektbeteiligten. © Christian Boedding

Mehrere Jahre war es ruhig um den „Spieker Awerkotte“ – jetzt geht es mit großen Schritten vorwärts. Ziel ist, den aus dem Jahr 1875 stammenden Speicher am Heimathaus „Hefflers Kotten“ im Graeser Ortskern wieder aufzubauen.

Der vormals auf der Hofstelle Berning in Richtung Heidehof stehende zweigeschossige Spieker war nach einem schweren Sturmschaden („Kyrill“, 2007) abgetragen und zunächst eingelagert worden. Das Gebäude diente vormals als Lagerraum. „Der Eigentümer wollte den Spieker nicht wieder aufbauen“, erklärt Bernhard Wessling, Vorsitzender des Heimatvereins Graes.

Gemeinschaftshaus

Der Heimatverein und der Schützenverein Graes wurden aktiv. Sie holten die Graeser Vereine an einen Tisch. Ihr Ziel: der Wiederaufbau des Gebäudes. Es entstand die Idee, aus dem Spieker ein Gemeinschaftshaus zu machen, ein „Haus der Vereine“. Der Platz fürs Gemäuer war auch schnell gefunden: direkt neben dem Heimathaus „Hefflers Kotten“, im Ortskern. Längere Zeit nahm hingegen die Planungsphase in Anspruch. „Es war ein harter Kampf um die Fördermittel und die Finanzierung“, sagt Norbert Rose, Fachbereichsleiter Immobilienwirtschaft der Stadtverwaltung. Der Spieker-Aufbau ist im Dorfinnenentwicklungskonzept für Graes gelistet und Baustein der Leader-Region „Kulturlandschaft Ahaus-Heek-Legden“. Die Gesamtkosten für den Aufbau betragen 325.000 Euro. An Spenden kamen 30.000 Euro zusammen. Das Geld gaben vornehmlich Graeser Bürger und Firmen. Den symbolischen ersten Spatenstich nahmen die Projektbeteiligten Ende April vor, am Mittwoch vor Pfingsten war man bei den Rohbauarbeiten angelangt. Anschließend geht es mit den Zimmererarbeiten weiter. Die Fertigstellung ist für Ende 2018 geplant.

Fundamentsteine und Verblender

Genutzt wird für den Aufbau „alles, was wiederverwertet werden kann“, sagt Bernhard Wessling. Dazu gehören unter anderem Fundamentsteine und Verblender.

„Frischer Geist in alten Mauern“ ist der Grundgedanke, unter dem der Spieker künftig genutzt werden soll. Vorgesehen ist, das Haus „zeitgemäß, modern und nachhaltig“ zu nutzen. Dafür stehen im Erdgeschoss 67 Quadratmeter Nutzfläche zur Verfügung, im Obergeschoss sind es 56 Quadratmeter. Möglich sind zum Beispiel Backvorführungen, Klassentreffen und Vorstandssitzungen. Im Obergeschoss soll ein Archiv des Videoklubs zur Geschichte des Ortes untergebracht werden.