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Stark werden gegen Drogen

Ahaus 420 000 Zigarettenkippen stecken in einer Kunststoffröhre - in etwa die Menge, die ein Raucher während seines Lebens konsumiert. Daneben: ein geöffneter Sarg, der mit leeren Flaschen dekoriert ist.

26.06.2007

Mitunter drastisch ist die Bildsprache in der Ausstellung zum Thema Sucht- und Drogenvorbeugung, die im Berufskolleg Wirtschaft und Verwaltung zu sehen war. 120 junge Menschen, die sich zu der Selbsthilfegruppe VISION zusammen gefunden haben, hatten diese Ausstellung konzipiert, um gleichaltrige aufzuklären über die Gefahren der verschiedenen Drogen.

Insgesamt haben 22 Klassen des Vollzeitschulbereiches (Handelsschule, Höhere Handelsschule, gymnasiale Oberstufe) die Ausstellung besucht. Der Unternehmensberater und Therapeut Kessel aus Essen hat die Ausstellung erläutert und ist mit den Schülern ins Gespräch gekommen. Die Kosten hat der Förderverein des Berufskollegs freundlicherweise übernommen.

Die Installationen lenkten die Aufmerksamkeit der Betrachter auf die vielfältigen Hintergründe der Drogen und der Sucht, ohne zu schockieren. Die Betrachter sollen angeregt werden, über ihren eigenen Lebensstil und ihre (Drogen-)Konsumgewohnheiten nachzudenken.

An vielen konkreten Beispielen zeigte Kessler auf, wie nachteilig sich der Konsum von Drogen auf die Gesundheit, auf die sozialen Beziehungen und auf die wirtschaftliche Situation der Betroffenen und deren Familien auswirkt. So verändert sich etwa die Kommunikation in einer Paarbeziehung im Laufe der Zeit. Im Alkoholrausch könne es zu Gewalttätigkeiten kommen. Doch darüber werde nicht offen gesprochen. Es sei wichtig, sich an Menschen (etwa an eine Beratungsstelle oder an Lehrer) zu wenden, um über diese Probleme zu reden.

Rauschbrillen

Besonders eindrucksvoll war für die Schüler eine Demonstration am Ende der Veranstaltungen. Spezielle Brillen führten bei den Trägern dazu, dass sie die Blickweise eines alkoholisierten Menschen einnahmen.

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