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Planungsrecht bremst Windkraft noch

Rat für Ausbau

AHAUS. Die Zahl der Windkraftanlagen in Ahaus könnte sich nach Ansicht des Technischen Beigeordneten Michael Tacke in den nächsten Jahren auf 30 verdoppeln – wenn es denn die rechtlichen Rahmenbedingungen zuließen.

von von Stefan Grothues

, 27.05.2011
Planungsrecht bremst Windkraft noch

Würde der Rat gerne öfter in Ahaus sehen: denAufbau eines Windrades, hier in Quantwick im Jahr 2009.

Am Donnerstagabend haben sich im Rat Sprecher aller Fraktionen für einen Ausbau der Windenergie in Ahaus ausgesprochen. Nach dem Willen des Rates sollen sich nun der Ausschuss für Stadtentwicklung sowie der Ausschuss für Landwirtschaft und Umwelt intensiv mit den Möglichkeiten befassen, neue Zonen für Windkraft im Flächennutzungsplan auszuweisen Die Investoren stehen schon in den Startlöchern. „Und manch einer fragt uns, warum wir als Stadt nicht endlich neue Windkraftzonen ausweisen“, so Tacke – der übrigens nicht verwandt oder verschwägert ist mit dem gleichnamigen Windkraftanlagenhersteller. Aber, so Tacke weiter, die Stadt sei an die zwei im Regionalplan festgesetzten Konzentrationszonen gebunden. Die eine liegt in Quantwick, die andere im Thiebrink zwischen Wessum und Graes. Ihre Ausweisung geht auf ein Gutachten aus dem Jahr 1999 zurück. Dieses Gutachten nannte darüber hinaus noch drei weitere Windkrafteignungszonen: eine in Quantwick sowie zwei zwischen Graes und Alstätte. Diese drei Zonen sollten nach Ansicht der Stadt Ahaus zusätzlich in den Flächennutzungs- und Regionalplan aufgenommen werden. Das aber sieht der Entwurf der Bezirksregierung in Münster nicht vor. „Die Stadt Ahaus bedauert und kritisiert das. Dies entspricht nicht der Energiepolitik des Bundes, regenerative Energien zu fördern“, so Tacke. Jedoch sieht er durch den im Entwurf vorliegenden Windenergieerlass und die im Referentenentwurf vorliegende Klimanovelle im Baugesetzbuch neue Chancen. Hermann-Josef Haveloh (WGW) mahnte im Rat, peinlichst genau auf die Abstände zur Wohnbebauung zu achten, damit es nicht zu Klagen komme. CDU und FDP hatten das Thema Windkraft auf die Tagesordnung gebracht. Thomas Vortkamp (CDU) betonte, dass sich die Stadt Ahaus bereits vor Fukushima und der Debatte um die Energiewende für die Windkraft stark gemacht habe. Klaus Löhring (Grüne) sah dagegen „enorme Wendungen in der CDU und FDP“. Auf Antrag der Grünen hat der Rat darüber hinaus einstimmig eine Resolution für einen raschen Ausstieg aus der Atomenergie und für einen intensiven Ausbau der regenerativen Energien verabschiedet, allerdings nicht ohne Retourkutsche Vortkamps in Richtung Grüne: „Ich erkenne zwar nicht die Sinnhaftigkeit der Resolution – die Züge in Düsseldorf und Berlin sind ja schon längst abgefahren – aber wir können dem inhaltlich zustimmen.

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