Diese Website verwendet Cookies. Cookies gewährleisten den vollen Funktionsumfang unseres Angebots, ermöglichen die Personalisierung von Inhalten und können für die Ausspielung von Werbung oder zu Analysezwecken gesetzt werden. Lesen Sie auch unsere Datenschutz-Erklärung

Immer schön cool bleiben!

Ahaus Eiskalte Minen lassen jeden messerscharf prüfenden Blick abprallen. Bestenfalls ein leichtes Zucken des Augenlids ist auszumachen, als die Hand des Gegenübers mit stoischer Gelassenheit nach dem Sapel bunter Jetons greift.

21.06.2007

Was hat er vor? Plötzlich durchbricht ein sonores Klicken die spannende Stille - eine rhythmische Spielerei mit dem Plastikgeld. Doch aus dem Spiel wird schnell Ernst. Beim Pokerseminar für die fünf Gewinner der Verlosungsaktion der Münsterland Zeitung ging es am Mittwochabend noch nicht um echtes Geld. Schließlich sollten sie für das Turnier am heutigen Freitag fit gemacht werden.

Mit Croupier Stephan Haller (27), der in der Fachsprache der Poker-Fans auch Dealer heißt, sind dennoch alle schnell ins Spiel gekommen, denn blutiger Anfänger ist niemand von ihnen. Die Vredenerin Maike Stühle (20), einzige Frau in der Männerrunde, ist schon rund ein Jahr dabei, und die anderen ungefähr auch. Fast wirken sie wie Profis, so schnell wechseln die Jetons den Besitzer.

Packendes Duell

Der Wecker, pardon, die «Dealeruhr» muss es richtig heißen, klingelt. Das bedeutet: Die Einsätze («Blinds» genannt) werden verdoppelt - alle zehn Minuten. Mittlerweile hat sich die Runde auf zwei Spieler im so genannten «Heads-Up» reduziert: Maike Stühle und Jürgen Niemeier (31) aus Wüllen liefern sich ein packendes Schlussduell.

Letzterer lässt sich ausnahmsweise in die Karten schauen: König und Sechs, beides Kreuz - eine eher mittelprächtige «Hand». Hat ihn die Glückssträhne verlassen? Schließlich hatte er gerade noch zwei Asse (gelten als bestes Ausgangs-Blatt und heißen in Fachkreisen «Rockets», also Raketen).

Als Gemeinschaftskarten erscheinen: die Dame, eine Sechs und die Zehn. In Stühles Gesicht ist nichts abzulesen. Gutes Pokerface. Niemeier setzt entschlossen alles: «All in!», ertönt es. Zu hoch gepokert? Stühle geht mit. Beide müssen jetzt ihre Karten auf den Tisch legen: «Showdown». Die junge Frau hat eine Vier und eine Sechs. Ihr Konkurrent liegt mit seinem König vorn - noch. Dann legt Haller eine Sieben nach und zuletzt eine Vier. Maike Stühle gewinnt mit einem kleinen Viererpärchen doch noch alles - und jetzt regt sich doch ihr Minenspiel: Sie lächelt verschmitzt. Da hat sie es den coolen Männern gezeigt, wenn auch mit einer kleinen Portion Glück - typisch Poker! tke

Lesen Sie jetzt