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«Baugewerbe spürt Aufschwung nicht»

19.06.2007

Ahaus/Kreis Die Baugewerke-Innung Ahaus beklagt den landes- und bundesweit spürbaren Einbruch im Wohnungsbau. Die Zahl der Baugenehmigungen im Wohnungsbau befinde sich auf einem historischen Tiefstand. «Ursache für den drastischen Einbruch im Wohnungsbau ist die Streichung der Eigenheimzulage zum 1. Januar 2006», sagt Josef Scharlau, Obermeister der Baugewerke-Innung Ahaus, die 100 Mitgliedsbetriebe mit rund 1000 Beschäftigten vertritt. «Viele Bauherren hatten daher noch im Jahr 2005 Bauanträge gestellt, um die Förderung in Anspruch nehmen zu können. Hinzu komme der Vorzieheffekt aus der Mehrwertsteuererhöhung zum 1. Januar 2007», so Josef Scharlau weiter.

Laut statistischem Bundesamt seien die Genehmigungen für Wohngebäude im ersten Quartal 2007 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum bundesweit um 49,7 Prozent zurückgegangen. Bei Ein- und Zweifamilienhäusern betrug der Rückgang der Baugenehmigungen um die 60 Prozent. Das Landesamt für Daten und Statistik NRW meldet für das erste Kalendervierteljahr 2007 bei den Auftragseingängen im Bereich Wohnungsbau für das Land Nordrhein-Westfalen ein Minus von 17,2 Prozent.

Scharlau: «Der Wohnungsbau ist eine wichtige Stütze des mittelständischen Baugewerbes. Den Einbruch in dieser Sparte bekommen daher mittlere und kleinere Baubetriebe mit weniger als 20 Mitarbeiter empfindlich zu spüren.» Zwar habe sich das Baugewerbe im Jahr 2006 erholt - im Wirtschaftsbau gehe es aufwärts, der Straßenbau hat in NRW mit einem Plus von 48,4 Prozent gegenüber dem Vorjahr enorm zugelegt. «An vielen kleinen und mittleren mittelständischen Unternehmen in ländlichen Gegenden geht der Konjunkturaufschwung jedoch komplett vorbei», erklärt Obermeister Scharlau.

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