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Abzocke von Seniorin: Angeklagter zu Haft verurteilt

Köln. Wegen Betrugs mit der Masche „falscher Polizist“ hat das Landgericht Köln einen Angeklagten am Freitag zu fünf Jahren und vier Monaten Gefängnis verurteilt. Nach Überzeugung des Gerichts hatte der Mann zusammen mit unbekannten Komplizen eine 86 Jahre alte Frau aus Leverkusen um 176 000 Euro gebracht. Die Täter hatten sich am Telefon als Beamte des Bundeskriminalamts ausgegeben und der Frau vorgegaukelt, Kriminelle hätten es auf ihr Geld abgesehen. Deshalb solle sie das Geld von ihrem Konto abheben und einem angeblichen Kontaktbeamten übergeben, was die Seniorin auch tat. Der 27 Jahre alte Angeklagte hatte laut Urteil die Geldübergabe organisiert.

Abzocke von Seniorin: Angeklagter zu Haft verurteilt

Eine Statue der Justitia hält eine Waage in ihrer Hand. Foto: David-Wolfgang Ebener/Archiv

Das Gericht begründete die nach seinen Angaben „deutliche Strafe“ auch mit generalpräventiven Überlegungen. Immer häufiger hätten es Tätergruppen auf Senioren abgesehen, um sie um ihre Ersparnisse zu bringen. Alte Menschen wüssten sich gegen das professionelle Vorgehen der Betrüger oft nicht zu wehren, sagte der Vorsitzende Richter Benjamin Roellenbleck. „Man muss auch mal zeigen, dass wir uns das als Gesellschaft nicht gefallen lassen.“

Nach dem erfolgreichen Betrug hatte die Bande zudem noch Handys und andere Waren auf den Namen ihres Opfers bestellt. „Da nimmt man jemanden bis auf den letzten Euro aus und versucht dann noch, es in die Schulden zu treiben. Das ist so fies, so gemein“, sagte Roellenbleck.

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