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96-Chef Kind: Clubs sollen über 50+1 entscheiden

Hannover. Hannover-96-Clubchef Martin Kind hat dem Vorschlag von Bayern Münchens Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge zugestimmt, nach dem jeder Club aus der Fußball-Bundesliga und 2. Bundesliga selber entscheiden solle, wie er mit der 50+1-Regel umgeht.

96-Chef Kind: Clubs sollen über 50+1 entscheiden

Martin Kind möchte die Mehrheit bei Hannover 96 übernehmen. Foto: Peter Steffen

„Dieser Vorschlag ist gut und konstruktiv, weil er jedem Verein ermöglicht, selbst zu entscheiden, welchen Weg man nach eigener Beurteilung der Situation jetzt und auch in der Zukunft einschlagen möchte“, sagte der Unternehmer dem „Münchner Merkur“.

Jeder Verein wäre damit in der Lage, „seine eigene Zukunft zu gestalten, in seiner entsprechenden Rechtsform“, meinte Kind. „Die Vereine sollten da freie Gestaltungsmöglichkeiten bekommen. Wobei die Rahmendaten aber definiert sein müssen.“

Durch die 50+1-Regel soll verhindert werden, dass Investoren die Mehrheit an einem Club übernehmen. Am 22. März hatte sich die Mehrzahl der deutschen Profivereine dafür ausgesprochen, dass diese Regelung grundsätzlich bestehen bleibt.

Kind hatte aufgrund seines langjährigen Einsatzes für Hannover 96 eine Ausnahmeregelung beantragt. Dieser Antrag ruht derzeit. Sollte der 73-Jährige wie mehrfach angekündigt klagen, droht ein kompletter Wegfall der 50+1-Regel.

Viele 96-Fans lehnen Kinds Pläne zur Übernahme der Mehrheit an der Profi-Abteilung ab. Auf der Mitgliederversammlung am Donnerstag (18.00 Uhr) wird nicht über 50+1 abgestimmt. Über Anträge zur Änderung der Vereins-Satzung wollen einige Mitglieder aber erreichen, dass Kind an Beschlüsse der Mitgliederversammlung gebunden ist. Dies würde dann auch für das Thema 50+1 gelten.

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