Diese Website speichert Cookies auf Ihrem Computer. Diese Cookies werden verwendet, um Ihre Website zu optimieren und Ihnen einen persönlich auf Sie zugeschnittenen Service bereitstellen zu können, sowohl auf dieser Website als auch auf anderen Medienkanälen. Mehr erfahren über die von uns eingesetzten Cookies finden Sie in unserer Datenschutzrichtlinie
Anzeige

72. Ruhrfestspiele mit Thema „Heimat“ begonnen

Recklinghausen. Mehr als 100 Produktionen, fast 300 Aufführungen: Die Ruhrfestspiele sind gestartet. Der Abschied von der Steinkohleförderung spiegelt sich im Festspielmotto „Heimat“. Auch Intendant Frank Hoffmann geht.

72. Ruhrfestspiele mit Thema „Heimat“ begonnen

Mitgliedern des Ruhrkohle-Chors singen zur Eröffnung der Ruhrfestspiele. Foto: Bernd Thissen/Archiv

Ein Kulturvolksfest und ein Demozug ehemaliger Kumpel zum Recklinghäuser Festspielhaus haben am Dienstag den Auftakt der 72. Ruhrfestspiele gebildet. Das Festival in der Ruhrgebietsstadt präsentiert sechs Wochen lang Theater, Tanz, Lesungen, Kabarett und Konzerte. Das diesjährige Motto „Heimat“ nimmt Bezug auf das letzte Jahr der Kohleförderung. Bis zum 17. Juni werden 110 Produktionen in fast 300 Aufführungen gezeigt, fast alle beziehen sich in irgendeiner Weise auf den Begriff „Heimat“.

Zum Kulturvolksfest kamen etwa 70 000 Besucher in den Stadtgarten Recklinghausen, wie die Festspiele unter Berufung auf die Polizei mitteilten. Die Stimmung sei „entspannt und friedlich“ gewesen. Mit der Besucherzahl sei man „sehr zufrieden“.

Nach 14 Intendantenjahren nimmt der Luxemburger Regisseur Frank Hoffmann Abschied vom Chefposten. Der 64-Jährige hat in seiner Intendanz die Besucherzahl vervielfacht. Prägend sind Gastspiele großer Bühnen und Künstler sowie zahlreiche Uraufführungen. Das Theaterfestival geht auf einen Tausch von Kohle gegen Kunst im kalten Nachkriegswinter 1946 zurück und wird von der Stadt Recklinghausen und dem Deutschen Gewerkschaftsbund (DGB) getragen.

Als erstes Theaterstück hat am 3. Mai eine Inszenierung des Wiener Burgtheaters Premiere; die Regie der tragischen Komödie „Der Besuch der alten Dame“ hat Festspielintendant Hoffmann. Während der sechs Festivalwochen treten unter anderem auf Burghart Klaußner, Nina Hoss, Corinna Harfouch sowie die US-amerikanischen Schauspieler John Malkovich und Bill Murray auf. Den Schlusspunkt setzt am 13. Juni die Uraufführung „Die verlorene Oper - Ruhrepos“ von Albert Ostermeier. Bekannte Musiker des Ruhrgebiets komponieren dafür neue Lieder.

Künftiger Festspielintendant wird Olaf Kröck, der derzeit das Schauspielhaus Bochum leitet.

Anzeige
Anzeige
Das könnte Sie auch interessieren

Düsseldorf/Bochum. Gut ein Jahr nach ihrer Wahlschlappe stellt sich die nordrhein-westfälische SPD neu auf. Auf einem Parteitag in Bochum soll der bisher kaum bekannte Bundestagsabgeordnete Sebastian Hartmann zum neuen Landesvorsitzenden gewählt werden. Der 40-Jährige ist der einzige Kandidat für den Vorsitz des mit gut 112 000 Mitgliedern größten SPD-Landesverbands. Eine als intransparent kritisierte Findungskommission hatte ihn für das Amt vorgeschlagen. Mit Spannung wird erwartet, mit welchem Wahlergebnis die 485 Delegierten Hartmann für sein künftiges Amt ausstatten.mehr...

Elspe. Vergangenes Jahr wurden Old Shatterhand und Winnetou im Sauerland Blutsbrüder, diesmal kämpfen sie in „Winnetou II“ gegen Bösewicht Parranoh. Wer den ersten Teil nicht gesehen hat, dem garantiert Winnetou: Kein Problem!mehr...

Viersen. Ein 84-Jähriger ist mit seinem Fahrrad auf einem Feldweg im niederrheinischen Viersen gestürzt und tödlich verletzt worden. Der Mann aus Mönchengladbach zog sich bei dem Sturz am Freitagnachmittag schwere Kopfverletzungen zu, wie die Polizei mitteilte. Sein 57 Jahre alter Sohn rief den Notarzt. Der 84-Jährige kam mit einem Rettungshubschrauber in ein Krankenhaus, erlag dort aber seinen Verletzungen.mehr...