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Fußball

3:4 - Heide liefert Heiden heißen Pokalfight

RECKLINGHAUSEN Qualitätsmerkmale packender Pokalspiele sind ein schwächelnder Favorit (FC Viktoria Heiden), ein über sich hinauswachsender Außenseiter (FC/JS Hillerheide) und ein irrwitzig anmutendes Drehbuch. Die Achtelfinalpartie des FC/JS hatte jene Zutaten. Das 3:4 (1:2) zugunsten des Westfalenligisten Heiden war ein Pokalfight der Güteklasse A – ein Drama in drei Akten.

3:4 - Heide liefert Heiden heißen Pokalfight

Ihn hatte Hillerheide nur einmal nicht im Griff: Heidens Torjäger Markus Seyer (r.), in Suderwich noch siebenfacher Torschütze, erfreut sich hier der Sonderbewachung von Marius Kruppa und Nadir Ibrahimovic (v.l.).

• Akt I: Zunächst, so schien es, hatte die Elf von Trainer Adrian Przibilka zu viel Respekt vor dem Gast aus dem Kreis Borken. Zweimal hielten die FC/JS-Verteidiger nur Sicherheitsabstand, sodass Markus Seyer (28.) und Tim Gollenia (42.) den Favorit jeweils in Front brachten. „Vor beiden Treffen machen wir unnötig die Mitte auf“, analysierte Przibilka. Dass Joel Spitzer (34.) zwischenzeitlich ausglich, deutete durchaus auf einen aufmüpfigen Underdog hin. • Akt II: Der zweite Durchgang begann und viele Zuschauer hatte schon genug gesehen: Ein Doppelschlag von Philipp Wiesmann (55.) und Gollenia (58.) schien das Achtelfinale in einen schnöden, standesgemäßen Pflichtsieg zu verwandeln. Als Indiz dafür darf gewertet werden, dass Heidens Trainer und Ex-Profi Harald Katemann (51 Bundesliga-Spiele) mit Markus Seyer seinen Kapitän und Torjäger Markus Seyer (64.) vom Feld nahm um nicht unnötig Ressourcen für die anstehenden Westfalenliga-Aufgaben zu verschwenden. • Akt III: Eine Maßnahme, die dadurch torpediert wurde, dass sich der FC/JS, bei dem im Übrigen Nadir Ibrahimovic debütierte (zuletzt Preußen Hochlarmark), zu einem nicht zu erwartenden Sturmlauf aufbäumte. Przibilka verdichtete mit der Hereinnahme Dennis Kortes (59.) das löchrige Zentrum und verlieh dem Angriffsspiel mit Moritz Bleyer (70.) Schnelligkeit und Tiefe. Joel Spitzers zweiter Treffer (65.) schenkte den Hillerheidern Glauben an die eigenen Fähigkeiten zurück. Und zum dritten Streich des 21-Jährigen fehlten nur wenige Zentimeter, als eine Direktabnahme Spitzers an die Querstange knallte (69.). Der 3:4-Anschlusstreffer entsprang zwar einem 35-Meter-Freistoß von Paul Heron (75.), der unberührt in die Maschen flog. Heiden-Keeper Daniel Dowe war indessen schuldlos, rauschte der als Hereingabe gedachte scharf getretene Freistoß nur knapp über die Köpfe von Freund und Feind hinweg. Als der Vorhang fiel, sprang der Lohn – die 30-minütige Zugabe namens Verlängerung – trotz leidenschaftlicher Hillerheider Schlussoffensive nicht heraus. „Wir haben uns teuer verkauft“, lobte Przibilka und hob hervor, dass Heiden trotz gegebener Freiheiten nicht auf das fünfte (und dann auch entscheidende) Tor spielte, sondern Zeit schindete. „Das ist schon Lob genug.“ Diese Leistung würde Przibilka nur allzu gern auf den Liga-Alltag übertragen. „Ich weiß aber auch, dass es gegen Preußen Hochlarmark ein ganz anderes Spiel wird.“ Genügend Selbstvertrauen dürfte trotz Pokalpleite vorhanden sein.

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