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VW Bus hat nichts von seiner Schönheit eingebüßt

dzOldtimer-Serie

Vom Transport- zum Camping-Bus. Der legendäre VW Bus T2A von Donat Romann hat trotz seines hohen Alters von mittlerweile über 51 Jahren von seiner Schönheit nichts eingebüßt.

Lünen

, 11.02.2019 / Lesedauer: 3 min

Auch nach fast fünf Jahrzehnten Laufzeit noch immer die erste Maschine unter der Haube. Ein Zeichen von guter Qualität, eben Volkswagen, meint Chefarzt Dr. Donat Romann mit Blick auf seinen VW Bus.

Die erste Kraftprobe wartete auf den „Bulli“, wie er im Volksmund liebevoll genannt wird, bereits kurz nach der Erstzulassung. Lastentransport war angesagt. Für eine Öltankfirma in Recklinghausen mussten Tanks und Zubehör transportiert werden. Als sogenannter „Lasten- oder Transportbulli“ rollte der heutige Oldtimer kreuz und quer über Landstraßen und Autobahnen.

Aufgrund der sogenannten Geschäftsfahrten wurde der VW deshalb mit einer verstärkten Bremsanlage und einem verstärkten Unterboden mit Stoßdämpfern ausgestattet.

Kaufvertrag von 1971 ist noch vorhanden

„Vier Jahre nach Erstzulassung hat mein Vater Christoph Romann den Wagen im Jahre 1971 mit einer Laufleistung von 55.000 Kilometern für knapp 3400 DM übernommen. Den damaligen Kaufvertrag habe ich heute noch“, so der stolze Lüner Oldtimerliebhaber.

Im Gegensatz zum Vorgängermodell T1 hat der orangefarbige Bulli eine Seitentür (der Erstbesitzer hatte auch für eine weitere Schiebetür auf der anderen Seite gesorgt). Es gibt eine große Panoramascheibe vorn, Blinkleuchten unten, jeweils links und rechts, sowie eine kleine Rückleuchte.

Im Innenraum musste das 1,2 Liter Modell mit 54 PS unter der Haube mit Dreipunktgurten für vorne und hinten nachgerüstet werden. Notwendige Vorgaben vom TÜV.

Umgebaut für Camping-Urlaube

„Eigentlich hatte mein Vater den Wagen für meinen Bruder Johannes gekauft. Mein Bruderherz hatte auch bis zu meiner Übernahme im Jahre 1991 den Bulli umgebaut. Insbesondere für Camping-Urlaube“, erklärte der 57-jährige Donat Romann.

Als das Interesse für Camping nachließ, stand der mit roten Sitzen ausgestattete T2A in einer Wellblechgarage in Recklinghausen, bei den Eltern des heutigen Besitzers. Als Spielplatz für die Enkelkinder wurde der Oldtimer kurzweilig in den zwischenzeitlichen Ruhestand abgeschoben. 1991 wurde er dann aus seinem Dornröschenschlaf geweckt.

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Ein VW-Bulli mit Charme

An seinem VW Bulli ist alles dran und das schon seit 51 Jahren. Vier Jahre nach der Erstzulassung kaufte der Vater von Dr. Donat Romann das Fahrzeug, das der Sohn noch heute in Ehren hält.
10.02.2019
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Donat Romann und ein roter VW Bulli T2A sind ein Herz und eine Seele.© Foto: Michael Blandowski
Die kleine Rückleuchte mit Blinker am Heck des VW Bulli T2A erinnert an eine längst vergangene Autozeit.© Foto: Michael Blandowski
Bequeme und reichlich Sitzmöglichkeiten gibt es im VW Bulli T2A von Donat Romann.© Foto: Michael Blandowski
Der VW Bulli T2A von Donat Romann erinnert an alte historische Autozeit. Insbesondere die rote Farbe ist durchaus in die Jahre gekommen.© Foto: Michael Blandowski
Einmal ein Blick in den Innenraum des VW Bulli T2A von Donat Romann erinnert an eine frühere Autozeit.© Foto: Michael Blandowski
Der Aufkleber "Williy wählen" findet sich auch im Auto.© Foto: Michael Blandowski
Volle Kraft voraus. Der VW Bulli T2A von Donat Romann sprüht immer noch voller Energie.© Foto: Michael Blandowski
Auch für eine Pause gab es im VW Bulli T2A von Donat Romann eine Möglichkeit.© Foto: Michael Blandowski
Voller Stolz präsentiert Donat Romann den Innenraum seines Oldtimers "VW Bulli T2A".© Foto: Michael Blandowski

Als „Umzugsbulli“ für Ehefrau Christiane fand der Oldie schnell zurück ins Tagesgeschäft. Von Halle an der Saale nach Recklinghausen, vollgepackt mit Kisten und Hausratsartikeln, ging es ohne Probleme über die Autobahnen aus Sachsen-Anhalt Richtung Ruhrgebiet.

„Mein Bulli war für den Umzug meiner Frau wirklich nützlich. Danach ging es wieder in die Ruhephase, nämlich wieder zurück in die Garage. Erst im Jahre 2003, unser gemeinsamer Umzug von Recklinghausen nach Lünen stand an, musste mein Bus, mittlerweile hat er 130.000 Kilometer auf dem Tacho, wieder ran“, freute sich der Oldtimerfan über den neuerlichen gelungenen Einsatz seines Automobils.

Fahrten in die Natur

Eine anschließende zweijährige Sanierung lässt den VW T2A wieder aufblühen. Schmuckvolle Gardinen an den Fenstern, eine Möglichkeit zum Entspannen auf der Rückbank, die zu einer Matratze umfunktioniert werden kann, laden zu einer Fahrt in die Natur ein. Etwas hinderlich, aber verzeihbar ist die schwerfällige Lenkung, natürlich ohne Servolenkung. Aber ein echter Oldtimerliebhaber sieht über dieses Handicap großzügig hinweg. Selbstverständlich verfügt der „Bulli“ über ein „H-Kennzeichen“, Kostenpunkt 191 Euro jährliche Kfz-Steuer.

„Jetzt ist es nur noch ein Freizeitmobil. Fahrten ohne Schwerlast oder Umzüge. Nur mit meiner Familie gehen wir mit unserem Oldie auf Tour. Einfach schnörkellos und ungezwungen“, so der Automobilbesitzer.

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