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Nur noch vier verkaufsfoffene Sonntage 2019 - und keiner mehr in Lünen-Süd

dzLünen und Brambauer

Nur noch vier Sonntage werden in Lünen 2019 verkaufsoffen sein. Drei in der Innenstadt, einer in Brambauer. Wir verraten Daten und Anlässe - und warum Lünen-Süd nicht mehr dabei ist.

Lünen

, 15.03.2019 / Lesedauer: 3 min

Seit einer Gesetzesänderung im März 2018 dürfen Sonntage nur noch verkaufsoffen sein, wenn es einen Zusammenhang zu einem örtlichen Fest gibt. Solche Anlässe haben sich auch in Lünen wieder gefunden. An vier Daten, für die die Lüner Politik im Ausschuss für Sicherheit und Ordnung (28. März, vorberatend) und im Rat am 11. April noch den Daumen heben muss. Gesetzlich möglich wären sogar acht Termine.

Die Termine im Einzelnen, jeweils von 13 bis 18 Uhr:

  • 12. Mai in Brambauer anlässlich des Frühlingsfestes der Bramis. Es ist 2019 die 40. Neuauflage dieses Festes, an dem sich 16 Vereine und Institutionen aus dem Stadtteil mit rund 50 Ständen beteiligen. Und die Geschäfte sind dann ebenfalls geöffnet.
  • 12. Juni in der City anlässlich der Himmelfahrtskirmes. Die Verwaltung schätzt, dass rund 5000 Personen den Kirmessonntag besuchen werden, 2000 davon würden wohl das Angebot der offenen Geschäfte nutzen.
  • 8. September in der City, anlässlich der Lünschen Mess. Hier rechnet die Stadt mit 7000 Gästen in der Stadt gesamt, von denen sich 3000 auch für die geöffneten Geschäfte interessieren.
  • 8. Dezember in der City, anlässlich des Weihnachtsmarktes. Nicht mehr als 1500 Kunden dürften dann die Geschäfte besuchen, die Verkaufsfläche in den beteiligten Läden wird sich wohl wieder auf über 20.000 Quadratmeter belaufen.

Die Interessengemeinschaft der Süder Kaufleute IGS Lünen-Süd hat in diesem Jahr, anders als in den Jahren zuvor, keinen verkaufsoffenen Sonntag mehr beantragt. „Wenn man das beantragt, dann muss es auch genügend Händler geben, die mitmachen“, sagte IGS-Chef Thomas Melson auf Anfrage. Das sei in diesem Jahr nicht der Fall gewesen.

„Wir werden die Zeit aber nutzen, um mit dem Stadtteilbüro Konzepte zu erarbeiten, die für die Zukunft besser funktionieren“, ergänzt Melson. Das IGS-Sommerfest findet übrigens trotzdem statt - das Datum werde aber erst später bekanntgegeben.

Kritik von Verdi und evangelischer Kirche

Wie die Stadt in der von der Politik zu beschließenden Vorlage schreibt, hat die Gewerkschaft Verdi sich auf Anfrage kritisch zu den Öffnungen geäußert. Verdi betonte demnach, dass die Öffnungen gegen „verfassungsrechtliche Anforderungen zum Schutz der Sonntagsruhe und die Schutzrechte betroffener Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer“ verstoße.

Die evangelische Kirchengemeinde Brambauer sehe die Öffnungen ebenfalls kritisch, die katholischen Kirchengemeinden hätten jedoch keine Bedenken gehabt. Die Werbegemeinschaft hatte zuletzt noch betont, wie wichtig die verkaufsoffenen Sonntage für die Kaufleute sind. „Die meisten Händler möchten - und einige können - darauf nicht verzichten“, sagte City-Ring-Chef Helmut von Bohlen.

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