Diese Website verwendet Cookies. Cookies gewährleisten den vollen Funktionsumfang unseres Angebots, ermöglichen die Personalisierung von Inhalten und können für die Ausspielung von Werbung oder zu Analysezwecken gesetzt werden. Lesen Sie auch unsere Datenschutz-Erklärung

Zweiter Sieg im zweiten Turnier

Integratives Team des TuS Haltern in der Erfolgsspur

Das integrative Team des TuS Haltern fährt den zweiten Sieg im zweiten Turnier ein. Die Titel sind für Teammanager Klaus Tykwer allerdings nur das Sahnehäubchen.

HALTERN

von Christopher Kremer

, 27.02.2018
Zweiter Sieg im zweiten Turnier

Das Team um Klaus Tykwer (3.v.l.) geht in diesem Jahr wieder als Titelverteidiger ins Rennen. Foto: Privat

Das integrative Fußball-Team des TuS Haltern ist auch in diesem Jahr wieder auf Erfolgskurs: Nach dem Turniersieg in Rheda-Wiedenbrück fuhren die Fußballer in Münster beim Turnier des SV Blau-Weiß Aasee am Wochenende den zweiten Turniersieg in Folge ein. „Mehr konnten wir nicht holen“, sagt Martin Stock, der zusammen mit Joachim Schweitzer und Thomas Franke das Team trainiert.

Einmal die Woche trainieren die Spieler in der Stauseekampfbahn, dann werden sie von ihrer Arbeit in den Diakonischen Werken des Kirchenkreises Recklinghausen freigestellt. Und das Team fährt fleißig Titel ein. So wurden die Spieler, die von Klaus Tykwer (Diakonisches Werk) geführt werden, in den vergangenen vier Jahren dreimal Westdeutscher Meister, einmal wurde das Team des TuS Zweiter. „Wir gehören zu den stärksten Mannschaften in Deutschland“, sagt Stock selbstbewusst. So treten sie auch im September wieder als Titelverteidiger an.

„Großer Lebensinhalt“

Die Titel sind für Tykwer allerdings nur „die Sahnehäubchen“, erklärt der Sozialarbeiter, „viel wichtiger ist, behinderte Menschen beim TuS gut zu integrieren. Hier spielen Menschen einfach zusammen Fußball, die Spieler gehören ganz normal zum Verein.“ So werden die Spieler spürbar selbstbewusster, erklärt Tykwer, „für sie ist das ein großer Lebensinhalt.“ Das kann auch Stock bestätigen. Aus fußballerischer Sicht allerdings, „würde ich mir manchmal mehr Rückendeckung wünschen“, sagt Stock.

„Das sehe ich ganz anders“, entgegnet Tykwer. Auch wenn noch nicht alle Fußballer in den Werken das Angebot wahrgenommen hätten, würde der Hauptträger das Projekt umfangreich unterstützen. So übernimmt die Diakonie im Kirchenkreis Recklinghausen die Vereinsbeiträge für die Spieler, stellt Busse für die Fahrt zum Training sowie zu den Turnieren am Wochenende und stellt die Spieler von der Arbeit frei während der Trainingszeiten.

Geht es nach Tykwer, könnte diese Kooperation auch noch intensiviert werden : Gerne würde er mit dem TuS Haltern ein Förderleistungszentrum im integrativen Fußballbereich aufbauen, verbunden mit der beruflichen Maßnahme. „Das“, sagt Tykwer, „ist derzeit noch ein Traum von mir.“

Seit 2010 besteht die Kooperation zwischen dem Hauptträger, der Diakonie im Kirchenkreis Recklinghausen, und dem Fußballverein TuS Haltern. Konkret sind die Werkstätten Recklinghausen Süd, Schacht sechs in Marl und die Werkstatt in Wulfen beteiligt. Christoph Marienbohm, Werkstattleiter der Diakonie, unterstützt das Projekt umfangreich.
Lesen Sie jetzt