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Zusammenarbeit startet in der kommenden Saison

ETuS Haltern und Lippramsdorf bilden Spielgemeinschaft

Der ETuS Haltern und der SV Lippramsdorf planen eine Jugendspielgemeinschaft. Die Vereine hoffen, dass die Eltern der Kinder mitziehen.

Haltern/Lippramsdorf

03.04.2018
Zusammenarbeit startet in der kommenden Saison

Im Jugendfußballbereich bilden der ETuS Haltern und der SV Lippramsdorf eine Spielgemeinschaft. Montage: Klose

Unter dem Motto „da wächst etwas zusammen“ bilden die Fußball-Jugendabteilungen des SV Lippramsdorf und des ETuS Haltern ab der kommenden Saison eine Jugendspielgemeinschaft (JSG).

Über mehrere Jahre soll diese Zusammenarbeit gehen. „Eine Fusion ist es nicht“, sagt Jugendleiter Frank Hagner vom SV Lippramsdorf. „Gemeinsam wollen wir jetzt zu alter Stärke zurückfinden“, sagt Jugendleiter Ivo Schweda vom ETuS Haltern.

Ziel sei es laut der Pressemitteilung der Vereine, der jungen Generation die Möglichkeit zu geben, ihre Freizeit in einer sportlichen Gemeinschaft zu verbringen, Teamgedanken zu erleben und die soziale Kompetenz miteinander zu fördern.

Keine wirkliche Alternative

So soll ab der kommenden Saison auch wieder jede Jugend mit mindestens einer Mannschaft besetzt sein. Der LSV ist in der aktuellen Spielzeit in den jüngeren Jahrgängen gut besetzt. So stellen die Lippramsdorfer in der G-, F-, E- und D-Jugend mindestens eine Mannschaft, in der F-Jugend sogar zwei. Der ETuS Haltern hingegen stellt jeweils eine D- und C-Jugend sowie zwei B- und zwei A-Jugenden. Jeder Verein würde laut Hagner wohl ungefähr 50 Prozent der Fußballer mit in die Spielgemeinschaft bringen. Dabei sollen die Kinder und Jugendlichen weiterhin in ihren Vereinen bleiben, mit ihren bereits bekannten Mannschaftskameraden spielen.

Eine wirkliche Alternative zur Spielgemeinschaft sieht Hagner nicht: „Die Alternative kann dann nur sein, dass der Jahrgang dann keinen Fußball mehr spielt.“ So habe man auch im Planungsteam über die Angst gesprochen, dass die Eltern nicht so mitspielen und die längeren Fahrten zum Problem werden könnten.

„Positives Feedback“

„Wir hoffen, dass die Eltern zum Wohle der Kinder mitziehen“, sagt Hagner. Deswegen habe man die Eltern auch als erstes informiert. „Wenn wir etwas gehört haben, war es nur positives Feedback“, sagt Hagner. Das bestätigt auch Markus Kraiczi, Jugendvorstand beim ETuS Haltern. „Wir haben nur positive Resonanz erhalten“, sagt er.

„Das ist genau das, was wir erreichen wollen“, sagt Frank Hovenjürgen, stellvertretender Jugendwart des Stadtsportverbandes Haltern. Auf dem ersten Treffen des Arbeitskreises Jugendfußball im März habe man über genau solche Themen gesprochen. Bis zum nächsten Treffen sollten die anderen Vereine in sich gehen und prüfen, ob sie genug Kinder für die jeweiligen Mannschaften zur Verfügung haben. Der Stadtsportverband könne dann den Rahmen koordinieren und eine Plattform bieten, mit anderen zusammen zu kommen. „Die Anzahl an fußballspielenden Kindern wird weniger“, sagt Hovenjürgen. Auch mit dem TuS Haltern sei man in guten Gesprächen.

Jugendspieltag im Mai

Rund sieben Kilometer Luftlinie trennen die beiden Sportplätze. Auf beiden Plätzen soll in Zukunft gespielt und trainiert werden. Der Trainingsplan ist unter anderem noch einer der Punkte, die in den nächsten Treffen besprochen werden müssen.

Die Jugendvorstände beider Vereine bilden ein Arbeitsteam. Acht Leute befassen sich seit Dezember mit der Thematik. „Wir sind sehr zuversichtlich“, sagt Markus Kraiczi, auch wenn es ab und zu noch kleine Nackenschläge geben würde. Die Trainer und Betreuer werden in gemeinsamen Workshops die künftige Zusammenarbeit gestalten, heißt es in der Pressemitteilung. Bald soll auch ein offizieller Kooperationsvertrag geschlossen werden. „Grundsätzlich sehe ich keine Schwierigkeiten“, sagt Kraiczi. Zum offiziellen Start veranstalten die Vereine am 27. Mai (Sonntag) einen Jugendspieltag.

Die geplante Jugendspielgemeinschaft wurde bereits im Arbeitskreis Jugendfußball besprochen. Alle heimischen Vereine waren eingeweiht. Deren Fazit fällt positiv aus. Beate Kuhlmann (Jugendleiterin beim SV Hullern): „Ich finde es total in Ordnung und gut, dass sich die Vereine zusammengeschlossen haben.“ Carsten Brosterhaus (Jugendleiter beim TuS Sythen): „Das ist ein Schritt in die richtige Richtung. Ich befürchte, dass es auf Dauer in Haltern mehrere Vereine gibt, die sich zusammenschließen müssen.“ Egbert Meer (Jugendleiter beim SV Bossendorf): „Da habe ich überhaupt nichts gegen. Auch wir sind immer offen für Kooperationen, in diesem Bereich habe ich keine Vereinsbrille auf.“ Frank Hovenjürgen (stellvertretender Abteilungsleiter Jugendfußball bei der DJK BW Lavesum): „Das sehe ich generell positiv. Auch wir hatten in der Vergangenheit schon Spielgemeinschaften mit Sythen und Lippramsdorf.“ Sven Weber (Leiter Jugend beim TuS Haltern): „Das ist super. In Zeiten, in denen weniger Kinder Fußballspielen, sind Spielgemeinschaften das A und O.“
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