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Die vier Probleme des SV Hullern

Hullern wartet weiter auf den nächsten Sieg

Beim SV Hullern ist der Wurm drin: Seit Ende Oktober gewannen die B-Kreisliga-Fußballer gerade einmal eine Partie – Mitte März gegen die Reserve des SV Hardt. Doch bis auf ein Remis gegen den SC Reken III sprang auch aus den vergangenen sechs Partie nicht mehr raus.

Hullern

von Niklas Berkel

, 24.04.2018
Die vier Probleme des SV Hullern

Stammspieler Chris Meyer (l.) fehlt dem SV Hullern. Seit Mitte März wartet sein Team auf einen Sieg.

An der Frage, woran das liegen könnte, verzweifelt Hullerns Trainer Werner Tiedemann seit Wochen. Er sagt, seine Mannschaft spiele nicht schlecht. „Nein, vielmehr sogar gut“, ist er sich sicher. Oftmals fehle seinem Team einfach das Glück. „Wir haben vor allem vor dem Tor viel Pech“, gibt er zu. Zufrieden ist er mit der Situation keineswegs. Tiedemann nennt vier Punkte, an denen er die lange Pechserie festmacht:

1.Die lange Winterpause: „Wir haben im Winter oft in der Halle trainieren müssen, weil der Rasenplatz nicht bespielbar war“, sagt Tiedemann. Wenn überhaupt draußen trainiert werden konnte, dann auf dem Kunstrasen-Kleinfeld beim SV Hullern. An ein richtiges Training war da nicht zu denken. „Andere Vereine wie Bossendorf oder der ETuS Haltern, die einen zweiten großen Kunstrasenplatz zur Verfügung haben, haben, was das Training angeht, einen Vorteil“, erklärt er.

2.Die lange Verletztenliste: Was aus fehlenden Trainingsmöglichkeiten resultiert, ist oft ebenfalls ein Wettbewerbsnachteil: eine schwache Trainingsbeteiligung. Doch am schlechten Wetter allein will Tiedemann die nicht festmachen: „Wir hatten auch viele verletzte Spieler.“ Da nennt er mit Dominik Warnat, Philipp Oligmüller, Saiffo El-Batal und Chris Meyer etatmäßige Stammspieler. „Dazu kommen noch einige Wechselschichtler“, sagt Tiedemann, „wir sind alle keine Profis, das kann man kaum auffangen.“ Das sieht auch Chris Meyer so: „Seit dem Winter sind wir personell gebeutelt. Da ging das sportliche Ziel verloren.“

3.Die Chancenverwertung: Der Hauptgrund für den Beginn der Krise ist die schwache Chancenverwertung. Hullerns Stürmer Simon Boczula schoss in der vergangenen Saison 27 Tore in 26 Spielen – in dieser Saison sind es in 20 Spielen gerade einmal zehn Treffer. Marco Masannek traf in der vergangenen Saison in 24 Partien 18 Mal. In der laufenden Spielzeit traf er gerade einmal zwei Mal. „Wir erarbeiten uns die Chancen, haben vor dem Tor aber viel Pech“, ärgert sich Tiedemann. „Uns geht die Torgefährlichkeit abhanden“, stellt auch Meyer fest. „Und hinten“, so sagt er, „kriegen wir zu einfache Gegentore.“

4.Das fehlende Selbstvertrauen: Aus all diesen Punkten resultieren die schwachen Ergebnisse. Was momentan fehlt, ist das Selbstvertrauen. Es ist ein Teufelskreis: Die Ergebnisse stimmen nicht, das heißt, es kommen weniger zum Training. „Es trainiert sich nun mal leichter, mit drei Punkten im Rücken“, gibt Tiedemann zu. Aufgrund des fehlenden Selbstvertrauens vergeben die Offensivspieler der Hullerner noch mehr Chancen. „Dann denkt man vor dem Tor noch mehr nach“, sagt Tiedemann. „Wir verlieren, der Abstand wird größer und der Glaube und die Motivation weniger“, gibt Meyer zu.

Tiedemanns Mannschaft sei momentan sehr verunsichert, sagt der Trainer. Das richtige Rezept, dem entgegenzuwirken, hat er noch nicht gefunden. Trotzdem gibt er sich kämpferisch: Aus den letzten vier Saisonspielen will er so viele Punkte wie möglich holen. „Ich hoffe, wir schaffen den Umschwung im Derby gegen Sythen am Sonntag.“