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Niehaus ein sicherer Rückhalt

Torhüter des SV Lippramsdorf feiert doppelt

Lippramsdorfs Marvin Niehaus hatte am Wochenende doppelten Grund zum Jubeln. Auch wenn er nur einen Derbysieg feiern durfte.

Lippramsdorf

von Niklas Berkel

, 17.04.2018
Niehaus ein sicherer Rückhalt

Marvin Niehaus (l.) ging nicht nur im Derby gegen den TuS Haltern II energisch dazwischen. Foto: Patzke

SV Lippramsdorfs Torwart Marvin Niehaus hat ein Wochenende hinter sich, das er so schnell nicht vergessen wird. Zum einen gewannen seine königsblauen Schalker 2:0 gegen Borussia Dortmund im Revierderby. Zum anderen – was für ihn noch wichtiger ist – rettete er mit starken Paraden ein 0:0 im Derby gegen den TuS Haltern II.

„Der LSV ist mir wichtiger als Schalke“, sagt Niehaus. „Ich freue mich, dass ich der Mannschaft nach der Pause helfen konnte, wenigstens einen Punkt im Derby zu gewinnen. Dafür bin ich da.“ In der ersten Halbzeit sah er seine Mannschaft spielerisch leicht überlegen, „in einem Spiel ohne Torchancen“. Nach der Pause sei den Lippramsdorfern aber die Kraft ausgegangen. „Die vielen englischen Wochen stecken wir nicht so leicht weg“, erklärt der Torwart.

Das nutzte die Reserve des TuS Haltern und suchte ihr Heil in der Offensive. Doch immer wieder scheiterten die Gastgeber an den Glanzparaden des Lippramsdorfer Torhüters. „Marvin ist ein sehr ehrgeiziger Torwart“, lobt sein Trainer Michael Hellekamp, „der für uns ein sicherer Rückhalt ist.“ Schwächen kann der Trainer bei ihm nicht ausmachen. „Sowohl in der Strafraumraumbeherrschung, als auch auf der Linie ist er gut. Dazu ist er ein mitspielender Torwart und hat ein gutes Standing in der Mannschaft“, erklärt Hellekamp. Niehaus sagt, es freue ihn persönlich, gute Leistungen zu bringen. „Aber gerade in einem Derby ist das noch mal etwas ganz anderes, etwas Besonderes – gerade in Haltern“, lacht er.

„Müssen regenerieren“

Viele Langzeitverletzte und Studenten haben den Kader des LSV in den vergangenen Wochen schrumpfen lassen. Der Einbruch nach der Pause im Derby kam nicht von ungefähr. Die Mannschaft von Hellekamp geht derzeit auf dem Zahnfleisch. „Ich habe lediglich 13 bis 14 fitte Spieler“, sagt der Trainer. Dementsprechend locker ist das Training. Der Donnerstag-Sonntag-Rhythmus geht noch die kommenden drei Wochen so weiter. „Das Freitagstraining lassen wir teilweise sogar ausfallen“, gibt Hellekamp zu.

Viel im spielerischen und taktischen Bereich kann der Trainer deshalb nicht trainieren. „Wir müssen uns ja irgendwie regenerieren“, erklärt er. „Das ist eine extreme Belastung für einen Amateurverein.“ Der Physiotherapeut habe mehr zu tun, als der Trainer selbst. „Die Pflege steht im Vordergrund“, sagt Hellekamp.

Für seinen Torwart ist das genau der richtige Weg. „Für die Spieler ist das Training von Helle gut“, sagt Niehaus. „Es ist abwechslungsreich. Die Einheiten sind aber auch locker, damit wir nicht zu viel machen und fit bleiben.“

Damit der SV Lippramsdorf in den kommenden Wochen nicht wieder in der zweiten Halbzeit konditionell einbricht.