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VfL: In 18 bösen Minuten bezwungen

SCHWERTE Der lange Weg nach Siegen hat sich einmal mehr nicht gelohnt. Der VfL Schwerte lieferte auch im vierten Anlauf die drei Punkte ab. Und eigentlich hätte der Schwerter Tross nach 18 Minuten bereits die Koffer packen und die Heimreise antreten können. Denn zu diesem Zeitpunkt war die Partie bereits entschieden.

VfL: In 18 bösen Minuten bezwungen

Abwehrspieler und Torschütze Steve Kozole gehörte noch zu den besseren Akteuren des VfL in Siegen.

Die Mannschaft sei auf der Fahrt im Bus sehr ruhig gewesen, berichteten mitgereiste Anhänger. Offensichtlich war sie auch zum Anpfiff noch nicht richtig wach. Es waren kaum 40 Sekunden gespielt, als VfL-Torwart Weber den Ball bereits das erstemal aus dem Netz holen musste. El-Mabtoul war über die linke Seite durchgebrochen und dessen Hereingabe drosch Braham, nachdem Kozole zuvor ausgerutscht war, in den linken Winkel.

Der VfL legte ein katastrophales Defensiv-Verhalten an den Tag. Haarsträubende Fehler und Abstimmungsfehler reihten sich aneinander. Gab es in der 16. Minute noch ein kurzes Durchatmen, als Thorbeck völlig frei knapp am Tor vorbeischoss, war man nur 120 Sekunden später fassungslos im Schwerter Lager.

Wie eine Woche zuvor kassierte der VfL einen Doppelschlag. Kuche zog, über links kommend, trocken ab und der Ball schlug im kurzen Eck ein. Kaum war der Ball wieder im Spiel, da bugsierte ihn Mehmet Ümit schon wieder in den Schwerter Kasten - 3:0 nach 18 Minuten. Die Gastgeber wurden förmlich zum Toreschießen eingeladen. Jener Ümit war es auch, der nach 40 Minuten über die rechte Seite durchdrang. Dessen Vorlage schoss Dalman völlig unbehindert und platziert aus 17 Metern ein.

Von Torchancen für den VfL in der ersten Halbzeit keine Spur. Da musste schon Ali Ümit mit einem Foulspiel an Flamme herhalten, so dass der gelegte selbst mit dem Pausenpfiff vom Elfmeterpunkt traf.

Irgendwie keimte noch mal Hoffnung auf

Nach dem Wechsel verlief das Spiel ausgeglichener. Siegen konnte zwei Gänge herausnehmen und Schwerte stand etwas disziplinierter - auch weil sich die eingewechselten Sprenger und Tost gut einführten.

Es keimte sogar etwas Hoffnung auf, als Kozole eine Hereingabe von Aydin zum 2:4 einschoss. Eine halbe Stunde war da noch zu spielen. Aber alle Bemühungen verliefen im Sande. Der VfL strahlte kaum Torgefahr aus und verlor die Partie verdient. Damit bleibt der VfL Schwerte auch weiterhin das Schlusslicht der Liga - nun bereits mit sechs Punkten Rückstand auf das "rettende Ufer". Und das schlimmste: Mindestens ein Halbzeit lang spielte man auch so. Jörg Krause

SF Siegen II - VfL Schwerte 4:2 (4:1)Siegen: Tobias Haardt, Torben Schneider, Ali Ümit, Falko Wahl, Sascha Kuche, Serkan Dalman, Mehmet Ümit (77. Anis Saidi), David Ulm, Mounir El-Mabtoul (70. Manuel Jung), Najeh Braham, Benjamin Thorbeck (70. Marius Jung).Schwerte: Krishan Weber, Sebastian Schrage, Sebastian Kroth (57. Gregor Podeschwa), Steve Kozole, Marcel dos Santos, Mehmet Tuday, Mehmet Aslan (39. Philipp Sprenger), Muhammet Aydin, Matthias Roos, Berkan Vardi (46. Dennis Tost), David Flamme.Tore: 1:0 (1.) Braham, 2:0 (17.) Kuche, 3:0 (18.) Mehmet Ümit, 4:0 (40.) Dalman, 4:1 (45.) Flamme (Foulelfmeter), 4:2 (65.) Kozole.Schiedsrichter: Jens Jeromin (Bochum).Zuschauer: 75.

  

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