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Kanuslalom

Vandalen verärgern Kanu-Freunde Wiking

DORSTEN Eine ärgerliche Entdeckung mussten jetzt die Kanu-Freunde Wiking auf ihrer Trainingsstrecke in Dorsten machen. Vandalen waren unterwegs.

Vandalen verärgern Kanu-Freunde Wiking

Tore wie auf diesem Bild nutzen Slalomfahrer bei Wettkämpfen. Zu Trainingszwecken sind bei den Kanu-Freunden Wiking Gladbeck, die in Dorsten trainieren, Leinen gespannt, an denen Tore aus Plastik hängen. Oder hingen. Unbekannte haben die Leinen jetzt nämlich gekappt. Und den Kanufahrern damit die Hälfte ihrer Trainingsstrecke geraubt.rn-Foto (A) Pieper

Einfach nur traurig: Das sind die ersten Worte, die Stefan Targowski einfallen, wenn er das beschreibt, was er in der vergangenen Woche an der Trainingsstrecke der Kanufreunde Wiking Gladbeck vorfand. Eigentlich sind entlang der 300 bis 400 Meter langen Bahn auf der Lippe unter der A-31-Autobahnbrücke an am Ufer stehenden Pfählen Seile quer über das Wasser gespannt. Daran wiederum befinden sich normalerweise die Tore, die die Kanuten zum Slalomfahren benötigen. Normalerweise. Unbekannte haben jetzt nämlich die Hälfte der Leinen heruntergerissen oder durchgeschnitten – und damit dafür gesorgt, dass die Tore mit der Strömung wegschwammen.

Warum jemand so etwas tut? Stefan Targowski kann es sich nicht erklären. „Die Leinen stören niemanden, sie tun keinem weh, der die Lippe befährt und hängen auch nicht im Weg“, erklärt er. Die Frage nach dem „Warum“ ist aber nicht die einzige, die sich dem Verein angesichts der fehlenden Slalomtore jetzt stellt.

Training wird schwierig

„Wir müssen jetzt vor allem gucken, wie wir die Tore ersetzen“, erklärt Targowski. Sie sind nämlich selbst gebaut – mit reichlich Einfallsreichtum. Im Handel seien Trainingstore wie diese nicht einfach erhältlich, erklärt er. Und natürlich sei das Ganze auch eine finanzielle Frage für einen kleinen Verein wie die Kanu-Freunde Wiking.

Was zudem bitter ist: Dem Verein ist für den Slalombereich die Hälfte der Trainingsstrecke erst mal quasi geraubt. „Ich habe heute Training mit den Kindern. Jetzt muss ich mir erst mal überlegen, was ich mit ihnen machen soll“, so Stefan Targowski am Dienstag. Auch mit Blick auf die gerade gestartete Wettkampfsaison ist die Situation natürlich nicht optimal, sagt er. Im September steht wieder die große Regatta in Dorsten an. Für Slalomwettkämpfe dieser Art werden dann übrigens Drahtseile mit schwereren Wettkampftoren gespannt, die danach aus Sicherheitsgründen wieder abmontiert werden müssen.

Das Trainieren ist im Moment das Problem. Zumal einige Vereinsmitglieder auch sehr ehrgeizig sind und auf hohem Niveau rudern. Tim Bremer (17) zum Beispiel wurde kürzlich für die U18-Nationalmannschaft nominiert.

Die Beschädigung hat Stefan Targowski bei der Polizei angezeigt. Auch, wenn er es für unwahrscheinlich hält, dass die Täter gefunden werden. „Aber vielleicht hat ja jemand etwas Auffälliges bemerkt“, sagt er.


Kontakt zu den Kanu-Freunden Wiking Gladbeck: paddel@kanufreunde-wiking.de

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