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TuS Haltern verpasst den ersten Matchball

Fußball

Es bleibt spannend bis zum letzten Spieltag: Nach dem 1:1 zwischen dem TuS Haltern und dem TSV Marl-Hüls entscheidet sich die Aufstiegsfrage erst am letzten Spieltag. Ein Relegationsspiel um den Westfalenliga-Aufstieg hat der TuS nach dem denkwürdigen Remis sicher - auf der anderen Seite aber auch eine dicke Chance liegen gelassen.

HALTERN

von Von Niklas Schenk

, 10.06.2012
TuS Haltern verpasst den ersten Matchball

Frenetisch feierten die Halterner Spieler den späten Ausgleichstreffer von Ole Töpfer.

„Etwas mehr Zuschauer als sonst“ hatte sich TuS-Trainer Sven Hozjak für die Partie versprochen. Sein Wunsch wurde mehr als übertroffen - 800 Zuschauer sind wohl Landesliga-Rekordkulisse für den TuS. Dies schien beide Mannschaften anfangs jedoch mehr zu hemmen als zu motivieren. Die Zuschauer erlebten eine von Hektik und Nervosität geprägte Anfangsphase. Gegen die zunächst früh attackieren Gäste kamen die Halterner dann nach einer guten Viertelstunde besser ins Spiel, schnürten den TSV nun besser in der gegnerischen Hälfte fest.

Chancen sprangen für die Gastgeber dennoch kaum welche heraus. Einzig Tobi Becker verfehlte mit einem Knaller aus 20 Metern das Gehäuse knapp (22.). Ansonsten viel Leerlauf, auch weil die TuS-Spitzen Mustafa Dana und Ole Töpfer kaum den Ball behaupten konnten und ziemlich in der Luft hingen. In der Halbzeitpause erreichte beide Teams dann die Kunde von der Nottulner Führung gegen Coesfeld. Beste Voraussetzungen also, um den Aufstieg mit einer starken zweiten Hälfte einzutüten. Doch auf die kurze Euphorie folgte die kalte Dusche. Bei einem Pass in die Schnittstelle war die Halterner Abwehr einmal unsortiert, Daniel Eisenkopf konnte freistehend zum 0:1 (47.) einschieben. Bis auf zwei Göcke-Kopfbälle nach Ecken kam der TuS danach auch nach dem Rückstand nicht gefährlich vor das gegnerische Gehäuse und blieb weiter hinter den Erwartungen zurück.

Auf der Gegenseite hatte der TSV durch Ertan Temel, Ercan Kacar und Marcel Kaiser Chancen zur Vorentscheidung, ehe TSV-Coach Holger Flossbach seinen Sohn Sebastian einwechselte (71.). Der Wendepunkt im Spiel, denn der völlig übermotivierte Flossbach sah innerhalb von acht Minuten Gelb-Rot. So fehlte dem TSV zwei Minuten später ein Gegenspieler für Ole Töpfer nach einer Ecke. Auch der Marler Keeper Marwin-Marcel Gedenk klebte auf der Linie, sodass Töpfer völlig freistehend einköpfen konnte (81.). Danach wurde es turbulent: Dem bis dahin souveränen Schiedsrichter Julian Graf entglitt das Spiel. Erst schickte er auch Ertan Temel nach einer überharten Entscheidung noch vom Platz (88.), dann ließ er viel zu kurz nachspielen.

Ernüchterung nach dem Schlusspfiff bei beiden Teams, die sich angesichts der Kunde vom Coesfelder 1:2 in Nottuln jeweils nicht so recht über das Remis freuen konnten. TuS-Trainer Sven Hozjak richtete den Blick schon wieder nach vorne: „Wir haben es weiterhin selbst in der Hand, es bleibt spannend“. Am kommenden letzten Spieltag reist der TuS zu den Coesfeldern (drei Punkte Rückstand), die noch Chancen auf den Relegationsplatz haben. Der TSV empfängt zeitgleich die bereits als Meister feststehenden Hasseler. Der TuS geht somit als Favorit in diesen ultimativen Showdown, hätte sich diesen Nervenkitzel bis zum Schluss jedoch auch ersparen können.   

Berkenkamp - Andrick, Göcke, Große-Puppendahl, Herold, T. Abendroth, Damnitz, Becker (84. Schulte Althoff), Kreuz (56. König), Dana, Töpfer.

0:1 Daniel Eisenkopf (47.), 1:1 Ole Töpfer (81.) 

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