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Sportler trotzten dem Regen

Seetage

Die Halterner Seetage 2012 sind Geschichte. Was bleibt, sind gemischte Gefühle. Denn auch wenn es mehr Zuschauer hätten sein können, am Samstag hatten die über 3000 Sportler noch ihre eigene Party veranstaltet – der Sonntag fiel jedoch buchstäblich ins Wasser.

HALTERN

von Von Dominik Hassel

, 03.06.2012
Sportler trotzten dem Regen

Bei den Beach-Fußballern konnte nur das Turnier der E-Junioren am Samstag ausgetragen werden.

Eine wahre Erfolgsgeschichte bei den Halterner Seetagen schrieb trotzdem ihr nächstes Kapitel. Beim Beachvolleyball gaben sich Teams aus ganz Deutschland die Ehre. Denn für alle ambitionierten deutschen Beachteams heißt es Jahr für Jahr, sich auf die Suche nach erstklassigen Turnieren mit möglichst vielen Ranglistenpunkten für die Deutsche Serie zu machen. Ein solches fanden sie im Gelsenwasser Cup in Haltern, der mit 2500 Euro Preisgeld dotiert war. Am Samstag nahmen die Spiele ihren gewöhnlichen Lauf, am Sonntag spielten die Volleyballer unerschrocken ihre Sieger aus. Die vielen verrückten Beachvolleyballer lassen sich eben weder von Dauerregen, noch von kalten Temperaturen von ihrer Leidenschaft abhalten. Die Beachvolleyballer beschränken sich bei ihrem Gastspiel in Haltern aber nicht nur auf die zwei Turniertage bei den Seetagen, sondern legen noch drei Tage am kommenden langen Wochenende nach.

Im Laufe der Jahre hat sich auch das Hobby-Beachvolleyballturnier zu einem echten Geheimtipp entwickelt, was dazu führte, dass die vorhanden 16 Plätze sehr schnell belegt waren. Mit kreativen Namen wie „Morsche Knochen“, „1. FC Schmetterhand“ und „Volleywood“ gaben sich die Teams die Ehre, darunter auch Jugendmannschaften des ATV Haltern. Für dieses Jahr hatten die Veranstalter auf Sonnenschein und Sommerfeeling gehofft. Am Samstag gelang dies streckenweise, am Sonntag jedoch öffnete der Himmel seine Pforten und machte alle Hoffnungen auf einen schönen Beachtag mit Finalspielen unter strahlendem Sonnenschein einen Strich durch die Rechnung. Der ATV Haltern und der BSV Wulfen suchten zudem die „Beachbasketball-Kreismeister Emscher-Lippe“. Nils Brune nahm mit seinem Team bereits zum dritten Mal teil: „Es ist einfach etwas völlig anderes als Basketball in der Halle. Und es macht einen Riesenspaß.“ In der Tat: Dribbeln war verboten, passen empfohlen – auch für den routiniertesten Basketballer eine Umstellung. Bei den Damen setzten sich in einem spannenden Finale die „Schwabbelmonster“ vom FC Schalke 04 hauchdünn mit 16:14 gegen „Mario beim Stauseecup“ vom gastgebenden ATV Haltern durch. Das Mixed-Finale war eine rein Gelsenkirchener Angelegenheit. Die „Dynamite Bondi Beach Dribbler“ von der CSG Bulmke gewannen das Mixed-Finale mit 20:18 gegen ihre Vereinskollegen, die unter dem Namen „Endoplasmatisches Retikulum“ angetreten waren. Auch der Sieg der Herrenkonkurrenz ging an die CSG Bulmke. Die Formation „Baywatch“ setzte sich im Finale knapp mit 13:11 gegen die Haltern/Wulfener-Kombination von „Make it take it“ durch.

Doch nachdem die „Senioren“ ihre Meisterschaft am Samstag über die Bühne gebracht hatten, gab es am Sonntagmorgen eine Hiobsbotschaft: Da die Teams aus Gelsenkirchen und Borken mitteilten, dass sie wegen des Dauerregens nicht zu den Seetagen anreisen würden, informierte Turnierleiter Jörg Pieper auch die Mannschaften aus Recklinghausen, Wulfen und Haltern, dass das Turnier ausfallen muss. Mit dem Basketballkreis Emscher-Lippe, unter dessen Dach die offenen Beachbasketball-Kreismeisterschaften stattfinden, werden die organisierenden Vereine in den kommenden Tagen das weitere Vorgehen besprechen. Dann wird entschieden, ob die Kreismeisterschaften der Jugend zu einem späteren Termin beispielsweise am Halterner Silbersee gespielt werden oder ob sie für 2012 komplett ausfallen.

FOTOSTRECKE
Bildergalerie

Die Seetage

Die Seetage boten auch in diesem Jahr wieder viel Raum für sportliche Aktivitäten und eine Menge Spaß.
03.06.2012
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Die DLRG wacht auf dem Wasser.© Florian Wilms
Ein Spaziergang, dick eingepackt am Seeufer.© Florian Wilms
Ein Riesenspaß für die Kleinen. Die überdimensionalen Bälle, in denen die Kinder übers Wasser liefen.© Florian Wilms
Brr... Das ist kalt. Die Segler kommen vom Segelboot ans Land.© Florian Wilms
Auch direkt ins kühle Nass warfen sich einige Anwesende.© Florian Wilms
Ein Plausch vor dem Spiel© Florian Wilms
Volleyball mit beeindruckender Kulisse.© Foto: Florian Wilms
Auch das Schiedsrichter-Dasein gehört dazu.© Florian Wilms
Ein geschmücktes Segelboot in Ufernähe.© Florian Wilms
Die Halterner Basketball-Damen mit ihrer Medaille.© Florian Wilms
Nils Brune bei der Siegerehrung im Basketball.© Florian Wilms
Das Goldgraben lockteviele Kinder zum Buddeln.© Florian Wilms
Auch Sandburgenbauen durfte nicht fehlen.© Florian Wilms
Gute Stimmung herrschte bei den Kleinen.© Florian Wilms
Olaf Knoblich moderierte erstmals die Seetage.© Florian Wilms
Basketball am Strand.© Florian Wilms
Zeichen beim Volleyball.© Florian Wilms
Sportlich ging es zu bei den Seetagen.© Florian Wilms
Trotz des abwechslungsreichen Programs: Ab und zu musste auch einfach mal geschaukelt werden.© Florian Wilms
Auch Indiaca wurde im Sand gespielt.© Foto: Florian Wilms
Goldgräberaktion.© Florian Wilms
Willi Ebers kündigt die nächsten Spiele an.© Florian Wilms
Viel Spaß hatten die kleinen Kicker.© Florian Wilms
Die Begrüßung gehört dazu. Auch im Sand.© Florian Wilms
Um jeden Ball gekämpft wurde auch beim Fußball.© Florian Wilms
Auch Fußball wurde im Sand gespielt.© Florian Wilms
Auch Fußball wurde im Sand gespielt.© Florian Wilms
Aufschlag am See. Nicht ganz so viel Betrieb war an den Volleyballnetzen.© Florian Wilms
Immer dem Ball hinterher.© Florian Wilms
Zweimal Orangene Trikots gehen nicht. Also Trikots kurzerhand aus!© Florian Wilms
Basketball am See.© Foto: Florian Wilms
Der Sand wirbelt durch die Gegend.© Florian Wilms
Schnuppersegeln bei kühlen Temperaturen aber hervorragendem Wind.© Florian Wilms
Viel Spaß hatte dieser kleine Junge im Spezialboot.© Florian Wilms
Auch dieses Mädchen plitscherte fröhlich übers Wasser.© Florian Wilms
Autsch. Gar nicht so einfach.© Florian Wilms
Was einfach aussieht, ist verdammt schwer.© Florian Wilms
Sie steht...Fragt sich nur, wie lange noch.© Florian Wilms
Action pur im Volleyball.© Florian Wilms
Viele Segler drehten ihre Runden auf dem See. Der Wind war ideal. Aber auch nur zum Segeln...© Florian Wilms
In bester Goldgräbermanier.© Florian Wilms
Die Segelboote zogen durchs Wasser.© Florian Wilms
Ein Spaziergang nach anstrengendem Spiel.© Florian Wilms
Die Segelboote streiften durchs Wasser.© Florian Wilms
Pascal übt sich auf dem Surfbrett.© Florian Wilms
Auch der Sand bot für die kleinen Besucher gute Unterhaltungsmöglichkeiten.© Florian Wilms
Eine Stärkung holten sich diese jungen Segler, die gerade vom See kommen.© Florian Wilms
Schlagworte Haltern

Stattfinden konnte die Meisterschaft der Indiacaspieler. „Die sind hart im Nehmen“, attestierte Michael Michalczak den Teilnehmern des Jugend- und Mixedturniers, die am Sonntag im strömenden Regen spielten. Tags zuvor hatten bei den Damen der TSV Enzweihingen gesiegt, bei den Herren setzte sich die zweite Mannschaft aus Georgsheil durch. Das Mixedturnier gewannen „Die drei lustigen vier“, bei der Jugend waren „Die Gorillas“ siegreich. In diesem Jahr richtete die Indiaca-Abteilung des ATV Haltern schon zum achten Mal ein Beachturnier im Strandbad im Rahmen der Seetage aus. Nach den Spielen bemerkte Michalczak mit etwas Mitleid in der Stimme: „Die Plätze gleichen einer Schlammwüste. Und die Spieler, die sich den ganzen Tag dort hineingeworfen haben, auch.“ Man sei aber stolz, die Spiele ordnungsgemäß durchgeführt zu haben. Anders war das bei den Beachsoccern. Seit vielen Jahren sind sie ein fester Bestandteil der Halterner Seetage, doch bei der nun 14. Auflage konnte nur eins der drei geplanten Juniorenturniere durchgeführt werden. Denn am Sonntag nahm das Drama seinen Lauf. Während das Turnier der D-Junioren nach drei Spielen abgebrochen werden musste, wurden die Spiele der C-Jugend wegen des heftigen Starkregens gar nicht erst angepfiffen. „Das macht keinen Sinn, die Kinder werden krank“, so die Begründung. Glück hatten die E-Junioren, die am Samstag aufs Feld durften. Dort setzte sich der SV Bossendorf im Finale gegen die zweite Mannschaft des ETuS Haltern durch.

Den Seglern machte der Regen wenig aus, tapfer trotzten sie Wind und Wetter, sodass alle Wettfahrten ordnungsgemäß stattfinden konnten. Neben hochrangigen Ranglistenregatten der Dyas- und der J22-Klassen mit internationaler Beteiligung unter anderem aus Frankreich, Russland und den Niederlanden richteten der Segelclub Prinzensteg und der Segelclub Stevertalsperre auch Ausgleicher- und Jugendregatten aus. Bernhard Schäfers, Jugendwart beim SC Stevertalsperre: „Die Jugendregatten wurden in diesem Jahr vor dem Seebad ausgetragen, damit die Zuschauer noch näher am Geschehen sein konnten.“ Ein wachsames Auge auf die Sicherheit der Segler hatte erneut die DLRG Haltern, die auch für die Sicherheit der Surfer sorgte: Zum sechsten Mal bot die Surfabteilung des TuS Haltern eine offene Regatta an.

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