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Sport und Abenteuer gemixt

Haltern Was macht jemand, der bei seinem ersten Marathon ins Ziel kommt und direkt überlegt: «Wie weit hätte ich heute eigentlich noch laufen können?» Die Antwort: Er meldet sich in Biel an.

Bei Ultralangstrecklern klingeln bei diesem Namen die Ohren. Der schweizerische Ort ist seit über 50 Jahren Ausrichter eines legendären 100 Kilometer-Laufes. «Ich habe davon nach meinem ersten Marathon in Köln gehört und war sofort fasziniert», erklärt Marco Klausing, der bereits zum vierten Mal in Biel starten wird und dem die 42,195 Kilometer in Köln bei seiner Marathon-Premiere nicht reichten.

Seit Anfang November trainiert der Mitarbeiter der Firma Elting (Gewerbergebiet an der Annabergstraße) für den Mammut-Lauf. Bisher haben sich in seiner Altersgruppe (M 30) 86 Läufer angemeldet und die kommen aus aller Herren Länder. Italiener, Polen, Franzosen, Briten, Iren, Luxemburger, Deutsche und natürlich viele Schweizer stellen sich der Herausforderung. «So ein Rennen ist nicht planbar. Einen Marathon kann man im Vorfeld von der Strecke her testen, 100 Kilometer kann man dagegen nicht eben mal trainieren», weiß Klausing, der von zwei Fahrrad-Betreuern begleitet wird, die ihn jederzeit mit Kleidung und Verpflegung versorgen können. Zusätzlich dazu sind in Biel 17 Verpflegungs-Stationen eingerichtet. Die beiden Helfer auf dem Rad brauchen allerdings gutes Sitzfleisch, denn «zehn Stunden werde ich wohl unterwegs sein», glaubt Klausing.

Bisher ist er aber immer gut durchgekommen. Da einige der Teilnehmer bis zu 20 Stunden unterwegs sind, wird der Lauf am Freitag (15.6.) erst um 22 Uhr gestartet, in der Nacht läuft es sich halt leichter. Klausing wird erst am Morgen in Richtung Schweiz reisen. «Für mich ist Biel die perfekte Mischung aus Sport und Abenteuer», freut sich der Ultra-Langstreckler auf die zehnstündige Herausforderung. Daniel Maiß

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