Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden.

Sportschießen

Schützen trauern um Manfred Gwosdz

DORSTEN Ob bei der Ausrichtung des Westfälischen Schützentages 2001 oder bei der Gründung der viel beachteten Raesfelder Talent-Insel – Manfred Gwosdz war immer die treibende Kraft. Nur im Mittelpunkt wollte er nie stehen. Am Sonntag verstarb Gwosdz im Alter von 73 Jahren nach schwerer Krankheit. Mit seiner Familie und seinen Angehörigen trauern nicht nur die Schützen, sondern der gesamte Dorstener Sport.

Schützen trauern um Manfred Gwosdz

Auf dem Schießstand war Manfred Gwosdz, hier im Jahr 2011, in seinem Element. Bis zuletzt kreisten seine Gedanken um seinen Lieblingssport.

Im Januar bekam Gwosdz den Ehrenpreis des Dorstener Sports – und es hätte keine bessere Wahl geben können. Kaum jemand hat eine Sportart in den vergangenen Jahrzehnten so geprägt wie der Holsterhausener das Sportschießen. Dabei war er ein Spätberufener. Bei den Sportschützen Holsterhausen-Dorf schnupperte er erst mit 42 Jahren in den Sport hinein, der schnell seine größte Leidenschaft werden sollte. Ehrgeiz, Fleiß und Konzentration vermittelte er den Jugendlichen, für die er ab 1983 als Kreis-Jugendwart die Verantwortung trug. 1988 übernahm er diese Rolle im gesamten Bezirk Münsterland. 20 Jahre lang war Gwosdz zudem Leiter der Fachschaft Sportschießen. 2010 übergab er das Amt an Frank Langenhorst – und unterstützte ihn mit Rat und Tat. „Ich bin ihm dafür sehr dankbar. Genau wie die Sportschützen-Szene in Dorsten und im gesamten Bezirk“, sagt Langenhorst.

Denn Manfred Gwosdz sprühte immer vor Ideen. Als er in den 80er-Jahren in Lembeck den Sommer-Biathlon ins Leben rief, wurde er belächelt. Heute ist der Sommer-Biathlon eine anerkannte Sportart des Deutschen Schützenbundes. Auch die Talent-Insel Raesfeld, das jüngste Projekt von Gwosdz, läuft hervorragend. Auf dem Schießstand in Raesfeld bekommen die Jugendlichen aus den Schützenkreisen Ahaus, Coesfeld-Borken und Haltern-Dorsten Intensivtraining, das sich schon durch viele Erfolge bezahlt gemacht hat. In Erinnerung wird auch der Westfälische Schützentag bleiben, den Gwosdz 2001 nach Dorsten geholt und in allen Details durchgeplant hatte. 30 000 Menschen sahen damals die große Parade mit 30 Musikgruppen, die zusammen mit den Schützen durch Dorsten marschierten. „Wir werden Manfred Gwosdz in bester Erinnerung behalten“, verspricht Langenhorst. „Der Schießsport, nicht nur in Dorsten, hat ihm unglaublich viel zu verdanken.“ 

Orte:

THEMEN

Anzeige
Anzeige
Das könnte Sie auch interessieren

DORSTEN Nach dem Testspiel gegen den FC Schalke ist BG-Trainer Besart Kelmendi mit sich selber uneinig gewesen. Auch wenn er viel Lob an seine Mannschaft verteilte, sah er noch Verbesserungsbedarf.mehr...