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Schierenbeck ist ein Vollblut-Basketballer

Das Sportporträt

Es ist nicht einfach, einen so alten Erbhof zu übernehmen, wie ihn Alois Buschmann bei der BG Dorsten überlassen hat. Mit Torsten Schierenbeck hat man nun einen neuen Coach für die Pro-B-Basketballer gefunden, mit dem in der Juliushalle alle einverstanden.

DORSTEN

15.08.2011
Schierenbeck ist ein Vollblut-Basketballer

Torsten Schierenbeck mit seiner Mannschaft beim Training in der Juliushalle.

Es ist keine schlechte Idee, einen Trainer zu installieren, der das Umfeld nicht kennt, sich für lokale Eigenheiten auch nicht interessiert, sondern der nur den Basketball im Sinn hat. So ein Typ ist Torsten Schierenbeck. Der 46-jährige Berliner hat vor über 30 Jahren mit dem Basketball begonnen und mit 16 schon die ersten Jugendmannschaften betreut. Zuletzt war er in Bernau beschäftigt und spielte mit dem Club ebenfalls schon in der Pro-B-Liga. Es war eine Verkettung glücklicher Umstände, dass Schierenbeck nun seine Zelte in Dorsten aufschlägt. Seine Frau verschlägt es beruflich nach Bonn. Da lag es nahe, sich einen Club in der Nähe zu suchen.

„Es gab dann die ersten Kontakte. Bruno Kemper und Alois Buschmann haben mich angesprochen und wir haben uns getroffen“, erklärt Schierenbeck. Es sei auch kein Geheimnis, dass es lose Kontakte zum BSV Wulfen gegeben habe, aber die Entscheidung fiel zugunsten der BG. Schierenbeck freut sich, dass die BG eine eigene Halle hat. Ein Paradies verglichen mit Bernau, wo er zwei Mal pro Woche trainieren durfte und sich den Rest in Berliner Hallen zusammen klauben musste. Zudem gefällt ihm das langfristig angelegte Jugendkonzept: „Da Ziel ist die Pro-A. Das kann man nicht nur mit gekauften Spielern schaffen. Man braucht Eigengewächse.“ Er ist überzeugt, dass die BG organisatorisch den Sprung in die höhere Liga schafft: „Wer im Frauen-Basketball schon einige Jahre international gespielt hat, der hat bewiesen, dass es ordentliche Strukturen gibt.“ Mit diesen Strukturen soll in der kommenden Saison schnell der Klassenerhalt geschafft werden. Das bedeute mindestens Rang neun, besser wäre aber ein Platz unter den ersten acht, mit dem die Teilnahme an den Playoffs gesichert wäre. Der Aufstieg kommt noch nicht in Frage, sagt Schierenbeck: „Man muss sich an die Liga erst gewöhnen. Die Regionalliga West ist zwar eine sehr gute Spielklasse, aber die Pro-B ist schon eine große Herausforderung. Alles ist noch athletischer und schneller.“

An Schierenbeck gehen auf dem Weg zum guten Basketball auch einige Sachen vorbei. Das Derby gegen den BSV Wulfen zum Beispiel: „Derbys sind für Zuschauer eine großartige Sache. Die Spieler müssen es aber als normales Spiel sehen, bei dem einfach nur ein paar mehr Zuschauer auf der Tribüne sitzen.“ Die BG-Fans werden sich an Schierenbeck gewöhnen müssen. Sein Engagement soll langfristiges sein. Es erstreckt sich nicht nur auf die Senioren, sondern auch die Jugend: „Nur mit guter Jugendarbeit, können wir langfristig in der Pro-B bleiben.“ 

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