Diese Website verwendet Cookies. Cookies gewährleisten den vollen Funktionsumfang unseres Angebots, ermöglichen die Personalisierung von Inhalten und können für die Ausspielung von Werbung oder zu Analysezwecken gesetzt werden. Lesen Sie auch unsere Datenschutz-Erklärung

SVS gewinnt emotionales Duell gegen Haltern

Fußball

Fussball: Kontern kommt nicht von können. Ansonsten hätte der SV Schermbeck das Nachbarschaftsduell gegen den TuS Haltern am Sonntag deutlich höher gewinnen können als mit 1:0.

Schermbeck

, 28.10.2018
SVS gewinnt emotionales
Duell gegen Haltern

Dominik Milaszewski (l.) vergab in der ersten Halbzeit eine große Chance zum 1:0, sammelte aber Fleißpunkte. Lücke

Von Andreas Leistner,

Schermbeck

Nach dem Schlusspfiff feierten sich die Schermbecker Spieler lauthals singend als Derbysieger. Eine kleine Retourkutsche in Richtung des TuS Haltern, von dem sich die Schermbecker nach dessen Sieg im Kreispokal vergangene Saison provoziert gefühlt hatten. „Im Fußball vergisst man ja nicht“, meinte SVS-Trainer Thomas Falkowski und freute sich mit seinem Team.

Oberliga Westfalen

SV Schermbeck - TuS Haltern

1:0 (0:0)

Weniger Grund zur Freude hatte verständlicherweise Falkowskis Halterner Pendant Magnus Niemöller. Der TuS-Trainer hatte während des Spiels selbst mit vielen Entscheidungen des Schiedsrichters gehadert, nach Spielende musste er dann aber zusehen, dass seine aufgebrachten Spieler nicht noch mehr Unheil anrichteten als die gelbe Karte, die sich Christoph Kasak auf dem Weg in die Kabine einhandelte. Wortgefechte mit Schermbecker Zuschauern sorgten für ein unschönes Ende einer ohnehin hektischen und kampfbetonten Partie, in der das Spielerische auf beiden Seiten zu kurz kam.

Haltern verpasste es vor der Pause, seiner Favoritenrolle gerecht zu werden und das womöglich entscheidende 1:0 zu machen. Einmal wehrte Schermbecks Kilian Niewerth einen Kopfball von Christoph Kasak auf der Linie ab (18.), dann rettete SVS-Keeper Cedric Drobe bei einer Dreifach-Chance der Gäste glänzend (24.).

Damit hatten die Halterner ihr Offensiv-Pulver im ersten Durchgang allerdings verschossen. Schermbeck befreite sich und kam seinerseits zu guten Chancen. Bei einem Konter über Marek Klimczok und Marc Schröter verpasste Dominik Milaszewski nach dessen scharfer Hereingabe nur knapp das Tor (35.). Vier Minuten später traf er besser, wurde aber wegen angeblicher Abseitsstellung zurückgepfiffen (39.). Das Ende der ersten Halbzeit gehörte dem SVS, doch die zweite sollte noch besser beginnen.

Mit dem ersten Angriff nach der Pause erzielten die Gastgeber die vielumjubelte Führung. Nach einem Pressschlag im Mittelfeld war die Halterner Defensivzentrale völlig entblößt und der völlig freie Marc Schröter ließ sich die Chance nicht nehmen (46.).

„Da habe ich ein gutes Näschen gehabt“, freute sich Thomas Falkowski. Eigentlich sei Schröter zuletzt raus gewesen. „Aber in so einem Derby waren sein Einsatz und sein Biss gefragt, deshalb bekam er den Vorzug vor Gökhan Turan“, erläuterte der Schermbecker Trainer.

Halterns Ausgleichsbemühungen blieben anschließend Stückwerk. Außer bei einem Freistoß von Deniz Batman auf die Latte (68.) kam keine echte Gefahr mehr auf, und als Nils Eisen nach wiederholtem Foulspiel Gelb-Rot sah (78.), mussten die Gäste auch noch in Unterzahl auf das 1:1 drängen.

So boten sich den Gastgebern zwangsläufig Konterchancen, doch wie sie die vergaben, hatte teilweise schon Slapstick-Charakter. „Dass wir Haltern am Leben gelassen haben, ist das einzige, was ich meiner Mannschaft vorwerfen muss“, gab auch Thomas Falkowski zu. Ansonsten schloss sich der Coach gerne dem Feiern seiner Spieler an. „Das sind heute drei Zusatz-Punkte, die wir gerne mitnehmen. Hinter Schalke kann jeder jeden schlagen. Das hat man heute gesehen.“

SVS: Drobe; Klimczok, Zugcic, Schröter (75. Turan), Milaszewski, Grumann, Hodzic (87. Mule-Ewald), Poch, Habitz, P. Rudolph (76. Grodzik), Niewerth.

Tore: 1:0 Schröter (46.).

Bes. Vorkommnisse: Gelb-Rot gegen Eisen (Haltern, 78., wiederholtes Foulspiel).

Lesen Sie jetzt