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SV Dorsten-Hardt II muss Aufstiegstraum begraben

Fußball

In der A-Kreisliga West Recklingahusen muss der SV Dorsten-Hardt II seine Aufstiegsträume nach der Niederlage im Spitzenspiel beim TuS Haltern II ad acta legen. In der A-Liga Borken strauchelte Meister FC Rhade bei Viktoria Heiden II.

DORSTEN

von Von Helmut Brumberg und Sascha Schroer

, 08.05.2011
SV Dorsten-Hardt II muss Aufstiegstraum begraben

Thorsten Beckmann (li.) und der SV Hardt II müssen ihren Aufstiegstraum begraben

Trainer Martin Trockel kritisierte das teilweise halbherzige Abwehrverhalten seiner Truppe, das auch wohl zur Niederlage bei einem abstiegsgefährdeten Gegner führte. Heidens Führung (28.) konnte Matthias Alscher (36.) egalisieren. Eine Minute vor der Pause fiel das 2:1. Erst nach dem 3:1 (52.) drehten die Gäste auf. Fabian Harke (63., Foto) verkürzte auf 3:2. Danach wurden einige klare Chancen vergeben. Mit dem 4:2 (76.) war das Spiel entschieden.

Das war kein gutes Geburtstagsgeschenk für Jürgen Bülten, das ihm seine Mannschaft gestern gegen Westfalia Reken bescherte. Dirk Cholewinski brachte seine Farben mit einem Freistoß (5.) früh in Führung. Danach verpasste der TSV durch Marcel Radmacher (Lattenkracher) und Matthias Wissen den möglichen Ausgleich. Eine Vorentscheidung fiel mit dem 0:2 (55.). Raesfeld steckte auf und Cholewinksi (67.) erzielte das 0:3. Die weiteren Treffer (74./81.) sorgten dann für klare Verhältnisse.

Der SV Schermbeck entpuppte sich am Lembecker Hagen als spielstarker Gegner, der sogar mehr Ballkontakte als die Gastgeber hatte. Vor dem gegnerischen Tor hatte die Truppe von Olli Dirr allerdings „Ladehemmung“, denn echt herausgespielte Chancen gab es eigentlich wenig. Mit einem Foulelfmeter brachte Felix Geisthövel (7., Foto) den SVL in Führung. Schermbecks Spielertrainer Dirr war der Meinung, dass dieser unberechtigt gewesen sei, da Tobi Dahlhaus Christopher Fellner nicht berührt hätte. Noch vor dem Seitenwechsel hätte Simon Borgmann seine Farben 2:0 in Führung bringen können, scheiterte aber an Dirr. Borgmann hatte bei einem Konter eine weitere Riesenchance, die er nicht nutzten konnte. Schermbeck kam dann im Anschluss an eine Ecke zum Ausgleich (80.), den beide Trainer als gerecht bezeichneten.

Einen wichtigen Punkte entführte die Eintracht aus dem Borkener Trier. Bei etwas mehr Konzentration hätten es drei werden können. In der ersten Halbzeit hatten die Erler mehr vom Spiel, ließen aber viele Möglichkeiten aus. Es reichte nur zu einem Treffer von Kevin Fasselt (44.) zum 0:1. Borken glich nach 58 Minuten aus. Dann verweigerte der nicht überzeugende Schiedsrichter den Gästen einen klaren Elfmeter. Doch nach der erneuten Führung durch Christoph Breil (78.) wähnten sich die Erler in Sicherheit. Doch die Hausherren setzten nach und kamen zum 2:2 (85.). In der Schlussminute hatten die Gäste Glück, denn ein Freistoß der Borkener sprang von der Latte ins Feld zurück.

Der TuS kam gegen die spielstarken Gemener zu einem verdienten Arbeitssieg. Den Grundstein dazu legte vor dem Seitenwechsel Manuel Lindner mit dem 1:0 (25.) und schloss eine schöne Ballstaffette Vengels-Maas erfolgreich ab. In der zweiten Halbzeit hatte Christian Maas (Foto) insgesamt vier hochkarätige Einschussmöglichkeiten. Die letzte davon (89.) nutzte er zum Siegtreffer. In diesem Spielabschnitt dominierten die Platzherren eindeutig.

Zu keinem Zeitpunkt gefährdet war dieser klare Sieg der Wulfener im Burloer Vechtestadion. In der ersten Halbzeit konnten die abstiegsgefährdeten Gastgeber noch einigermaßen mithalten. Tormöglichkeiten gab es für beide Kontrahenten in diesem Spielabschnitt, doch mit einem 0:0 wurden die Seiten gewechselt. In der zweiten Halbzeit hatten die Blau-Weißen deutliche Vorteile und auch eine Reihe guter Chancen. Erst in der 60. Minute gelang ihnen das 0:1. Fünf Minuten später traf Stanislaw Ziegler zum 0:2. Danach steckte Burlo auf, so dass Wulfen weitere gute Chancen hatte. 

Per Foulelfmeter brachte Niko Filipovic die Rot-Weißen in der 35. Minute in Führung. Nach einem zweifelhaften Elfmeter und einer ebenso zweifelhaften gelb-roten Karte gegen Jerko Filipovic traf Sinsen in der 60. Minute zum Ausgleich. Nach dem 2:1 der Sinsener (75.) hatte die Schiel-Elf noch reichlich Chancen für eine Ergebniskorrektur, blieb jedoch bei ihren Bemühungen erfolglos.

Eigentlich begannen die Hervester engagiert, doch nach einer Tiefschlafsekunde hieß es dennoch schon in der fünften Minute 1:0 für den Gegner. Hervest spielte fortan offensiv nach vorne und hätte nach dem Chancenverhältnis zur Pause mit 4:2 führen können. Daraus wurde aber nichts – im Gegenteil: Herten baute die Führung in der 30. Minute sogar aus. In der zweiten Hälfte war Hervest bemüht, doch wollte trotz bester Möglichkeiten kein Treffer gelingen. Herten legte noch zum 3:0 nach (88.). Thomas Lange wird in der kommenden Saison nicht mehr, wie zunächst geplant, als Trainer an der Hervester Linie stehen. Berufliche wie auch private Gründe machen ihm und einem weiteren Engagement einen Strich durch die Rechnung.

Die ersten Minuten dieser Partie hatten es in sich. Eine flache Hereingabe von Marvin Konert nutzte Jens Olschewski zur wichtigen Hardter Führung (12.). Doch praktisch im direkten Gegenzug beantwortete Haltern das schnelle 0:1 mit dem Ausgleich. In der Folge stellten die Halterner das taktisch und spielerisch überlegene Team, das sich jedoch ein ums andere Mal an der massierten Hardter Defensive die Zähne ausbiss. Die Hardter verlegten sich aufs Kontern, blieben dabei aber völlig harmlos. Nach einigen Halbchancen auf beiden Seiten zu Beginn der zweiten Halbzeit waren es die Halterner, die sich nicht unverdient in der 59. Minute die Führung erarbeiteten. Nach einer Ecke klebte Torhüter Martin Müller zunächst etwas zu sehr auf der Linie und machte beim anschließenden Kopfballtreffer auch keine glückliche Figur. Jetzt wurde die Partie attraktiver, da der SV Hardt nun offener agierte. Kapital schlugen daraus aber nur die Hausherren. Nach einem Lattenkreuzkracher aus etwa 20 Metern schlug der Ball nach einem abgefälschten Nachschuss zum 1:3 ein. Marcin Hermosch sah in der 71. Minute nach einem Frustfoul die gelb-rote Karte. Haltern hatte jetzt noch eine Reihe von Möglichkeiten, traf aber, nachdem Jens Olschewski noch einen Elfmeter verschossen hatte (82.), nur noch einmal zum 4:1 (83.).

Nach einer unterirdisch schlechten ersten Halbzeit lag der BVH schon mit 0:2 zurück. Thomas Langenberg verkürzte in der 55. Minute per Foulelfmeter zum 1:2 und das Geschehen war wieder offen. Doch die Elf von Trainer Jörg Florin, die das Spiel nun in den Griff bekam, ohne wirklich Bäume auszureißen, verpasste es, einen weiteren Treffer nachzulegen. Die Quittung waren das 1:3 (85.) sowie das 1:4 (90.) und damit am Ende eine enttäuschende Heimpleite.  

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