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Das Sportporträt

Lukas Müller hat sich alles erarbeitet

DORSTEN Er ist ein Ruderer, wie er im Buche steht. 1,92 m groß, 90 kg schwer und ein Händedruck, für den das Wort „kräftig“ untertrieben wäre. Sein Ernährungsmotto ist einfach: „Alles rein!“ Dafür lässt Lukas Müller längst nicht alles raus. Der Mann mit der vielversprechender Zukunft ist ein ruhiger Vertreter, der mit beiden Beinen fest auf dem Boden steht.

Lukas Müller hat sich alles erarbeitet

Im Ergometer-Raum des Rudervereins Dorsten quält sich Lukas Müller (re.) zweimal wöchentlich zusammen mit seinen Vereinskollegen.

Als Zwölfjähriger hat der junge Feldhausener sich zum ersten Mal in ein Ruderboot gesetzt. Kindertrainer Sebastian Schmelzer hatte ihn zum Ruderverein Dorsten eingeladen. „Ziemlich wacklig“ seien die ersten Versuche in dem schmalen Boot gewesen, erinnert sich Lukas. Aber auch, dass er sofort Feuer gefangen hatte für die neue Sportart. Es folgte hartes Training. „Lukas hat sich alles erarbeitet“, lobt sein heutiger Trainer Uli Wyrwoll die Einstellung seines Schützlings. Er selber beschreibt die Motivation beim Training etwas phlegmatischer: „Mal so, mal so.“ Laufen ist nicht sein Ding und der Ergometer gehört ebenfalls nicht zu seinen Lieblingsgeräten. Am liebsten ist Lukas halt da, wo Ruderer hingehören: auf dem Wasser.

Trotzdem müssen auch die Einheiten auf dem Ergometer und im Kraftraum – insgesamt vier pro Woche – einiges gebracht haben, denn schon 2009 wird der damals 15-Jährige vom Dortmunder Stützpunkttrainer Frank Flörke nach seinem Auftritt beim Langstreckentest in Oberhausen zu einem Trainingslehrgang eingeladen. Die Ergebnisse, die er seitdem zusammen mit seinem Dortmunder Partner Max Johanning im Zweier ohne und in anderen Booten zeigte, haben ihm weitere Einladungen des Verbandes eingebracht. 2010 trug er beim Baltic-Cup, dem Länderkampf der Ostsee-Anrainer, erstmals das deutsche Nationaltrikot. Zuletzt saß er Anfang Februar beim Länderkampf in Turin im deutschen Achter. Ganze zweimal hatte das Team gemeinsam trainiert – und landete nur fünf Sekunden hinter den bestens präparierten Gastgebern.

So kann es weiter gehen. Schließlich hat Lukas ehrgeizige Ziele. Der Langstreckentest über 6 km in Oberhausen wird im März die erste wichtige Etappe zur Deutschen Meisterschaft, der Kleinboot-Test im April in Köln der nächste. Bei beiden möchte der junge Kirchhellener natürlich so gut wie möglich abschneiden und bei der DM im Juni soll dann eine Medaille folgen. Und Silber und Bronze hat Lukas in seiner Sammlung schon.

Sein  Traum aber bleibt die Weltmeisterschaft Anfang August im englischen Eton. Die DM kann ihm dabei wichtige Steigbügeldienste leisten. „Wenn er Deutscher Meister wird, dann fährt er auch zur WM“, ist sich Uli Wyrwoll sicher. Wenn nicht, könnte es auch auf Lukas‘  Ergometer-Zeiten ankommen, und da ist er momentan noch sechs Sekunden hinter der WM-Norm zurück. „Sechs Sekunden sind hart“, weiß Lukas‘  Trainer. Aber er weiß auch, dass sein Schützling ein Arbeiter ist. Ein harter Arbeiter.

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