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Lieber Wulfen als Tokio

WULFEN Der August 2006 führte Mitsuaki Owada in eine neue Welt. Der damals 15-Jährige kehrte der 8-Millionen-Metropole Tokio den Rücken, um als Austauschschüler nach Deutschland zu kommen. Und zwar ausgerechnet ins beschauliche Wulfen. Zehn Monate später steht sein Urteil fest: «Wulfen ist viel besser als Tokio!»

20.06.2007

Diese auf den ersten Blick gewagt These bedarf einer Erklärung. Kein Problem für Mitsuaki. «Die Menschen hier sind fröhlicher und freundlicher. Ich würde gerne hier bleiben», erklärt er.

Bereits in seiner Bewerbung für den Austausch hatte er angegeben, dass er gerne in der Nähe eines Sportplatzes wohnen würde. Denn Mitsuaki (Foto), der die 10. Klasse des Gymnasiums Petrinum besuchte, ist begeisterter Fußballer und hütet schon seit Jahren in seiner Schulmannschaft das Tor.

Sein Wunsch war den Verantwortlichen des Austauschprogramms offenbar Befehl. Denn Mitsuakis Gastfamilie Gardemann wohnt nur wenige Meter vom Wulfener Wittenbrink, der Heimat von Blau-Weiß Wulfen, entfernt. Mitsuaki spielte in der B-Jugend des Vereins - und das mit großem Erfolg. In der abgelaufenen Spielzeit gewann die Mannschaft auch dank der Hilfe ihres japanischen Neuzugangs den Ligapokal in der Gruppe 4. Mitsuaki wechselte sich im Tor mit Nikolas Feller ab.

Große Abschiedsfeier

Wie seine Mannschaftskollegen ist auch Trainer Gunnar Polansky von der Freundlichkeit des 16-Jährigen begeistert: «Mitsuaki ist ein toller Junge. Wir werden ihn sicher vermissen.» Und weil sie ihn in Wulfen so ins Herz geschlossen haben, findet heute Abend im Cafe Pott in Barkenberg eine große Abschiedsfeier statt.

Mitsuaki will den Kontakt nach Wulfen aber nicht abreißen lassen. Die E-Mail-Adressen sind längst ausgetauscht. Und spätestens während des Studiums will der Japaner nach Deutschland zurückkehren. Am liebsten nach Wulfen, denn im Vergleich mit dem dörflichen Charme des kleinen Ortes zieht Tokio einfach den Kürzeren. gg

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